Sex-Skandal von Zug – Grünen-Politikerin spricht von Verletzungen Mit Schmerzen ins Spital

Am Morgen nach der verhängnisvollen Landammannfeier stellten die Ärzte bei Jolanda Spiess-Hegglin Verletzungen im Intimbereich fest.

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Zug steht kopf. Am Samstag vor einer Woche waren die Feierlichkeiten für den neuen Landammann ausgeartet. Die pompöse Party endete mit einem bösen Verdacht: Markus Hürlimann (40), Präsident der SVP Zug, soll der Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin (34) K.-o.-Tropfen verabreicht und gegen ihren Willen Sex mit ihr gehabt haben.

Fakt ist: Die Polizei ermittelt wegen eines Delikts gegen die sexuelle Integrität. Am Dienstag wurde Hürlimann festgenommen. Eine Nacht lang blieb der SVP-Politiker in Haft. Sein Amt als Parteipräsident gab er vorläufig ab.

Auf Anfrage von SonntagsBlick nennt Jolanda Spiess-Hegglin nun erstmals Details.

Sie habe an der Feier mit Markus Hürlimann über Politik gesprochen, lässt die Co-Präsidentin der «Alternativen – die Grünen Zug» über ihren Sprecher Patrick Senn ausrichten. Dann habe sie ­einen Filmriss – sie könne sich an nichts mehr erinnern.

Bilder zeigen die beiden Politiker in Feierlaune und mit halb leeren Rotweingläsern auf dem Partyschiff MS Rigi. Hürlimann legt der Grünen-Politikerin den Arm auf den Rücken. Der Reporter der «Neuen Luzerner Zeitung» berichtet, sie hätten den «halben Abend aneinandergeklebt wie zwei frisch Verliebte». Jolanda Spiess-Hegglin bestreitet diese Darstellung. Sie habe in den neun Jahren ihrer Ehe nie eine Affäre gehabt, versichert sie.

Nach Mitternacht sollen sich die beiden zurückgezogen haben. Augenzeugen wollen sie knutschend im Gang vor der Toilette gesehen haben. Später will sie ein Politiker in einem Nebenraum beim Sex erwischt haben. Spiess-Hegglin gibt an, von all dem nichts zu wissen. Sie vermutet, dass K.-o.-Tropfen sie enthemmt hätten. Auch wie sie in jener Nacht nach Hause kam, ist unklar. Ihr Mann, der daheim auf sie wartete, erlebte sie «irgendwie neben sich stehend».

Über den nächsten Morgen sagt Patrick Senn zu SonntagsBlick: «Sie hatte einen klaren Kopf, es war nicht, als hätte sie zu viel getrunken. Aber sie hatte starke Schmerzen im Unterleib und konnte sich an nichts mehr erinnern.»

Besorgt fuhr Spiess-Hegglin ins Kantonsspital Zug. Dort stellten die Ärzte laut Senn Verletzungen im Intimbereich fest: «Sie sagten ihr, zusammen mit dem Filmriss sei das ein bekanntes Muster, wenn jemand K.-o.-Tropfen verabreicht bekommen hat.» Die Ärzte vermuten eine Vergewaltigung oder Schändung. Sie schalteten die Polizei ein.

Jetzt wartet Spiess-Hegglin auf das Ergebnis der Blut- und Urintests. Die dreifache Mutter weiss nicht, wer ihr die Tropfen verabreicht haben könnte. War es SVP-Mann Markus Hürlimann? Oder jemand anders, der ihr schaden wollte? Patrick Senn sagt: «Bei dieser Sache gibt es nur Verlierer.»

Jolanda Spiess-Hegglin erholt sich nun bei ihrer Familie. 

Markus Hürlimann war gestern mit seiner Frau ins Ausland gereist und für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Zuvor stellte er klar: Er habe sich nichts zuschulden kommen lassen. Schon gar nicht habe er Jolanda Spiess-Hegglin K.-o.-Tropfen verabreicht. Vielmehr sei der Sex einvernehmlich gewesen.

Aussage steht also gegen Aussage. Das Ergebnis der Blut- und Urintests wird erst im neuen Jahr erwartet.

Publiziert am 28.12.2014 | Aktualisiert am 28.12.2014
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