Sex-Filme im Klassenchat Porno-Delikte unter Teenies explodieren

Die Zahl der Strafverfahren gegen Jugendliche wegen Porno-Delikten hat in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Im Kanton Zürich hat sich die Zahl fast verachtfacht.

Das Leben der «Generation Stress» spielt sich auf Snapchat und Instagram ab. play
Drei Viertel der Jugendlichen, gegen die wegen Porno-Delikten ermittelt wird, sind Männer. Keystone

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Von Jugendlichen begangene Porno-Delikte nehmen zu. Führte die Oberjugendanwaltschaft des Kantons Zürich von 2010 bis 2012 insgesamt 26 Verfahren gegen Minderjährige wegen verbotener Pornografie, waren es in den drei Jahren darauf mit 205 Verfahren fast achtmal mehr. Auch der Kanton Aargau verzeichnet eine massive Zunahme. Das berichtet die «NZZ am Sonntag».

Meist geht es bei den Delikten um die Weiterverbreitung verbotener pornografischer Inhalte, die via Gruppenchat verschickt werden. Oft sind es Lehrer und Eltern der Opfer, die Anzeige erstatten.

Die Lust am Provozieren

«Viele Jugendliche begehen Pornografie-Delikte aus einer Mischung aus Langeweile, Mangel an Selbstkontrolle und Lust am Provozieren», sagt Patrik Killer, Leiter der Jugendanwaltschaft Zürich-Stadt, zur Zeitung. Auch Gruppendruck und das Verlangen, Aufmerksamkeit und Anerkennung zu gewinnen, würden eine Rolle spielen.

Dabei würden die Jugendlichen oftmals vollkommen ausser acht lassen, welche Konsequenzen ihr Handeln haben wird. Oft seien die Videos wegen der guten Vernetzung der Jugendlichen rasch im ganzen Bekanntenkreis gestreut, sagt Verena Schmid von der Jugendanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt. «Das stellt für die Opfer eine grosse Belastung dar.»

Ein Medienkurs als Strafe

Die Täter kommen hingegen relativ glimpflich davon: Meist werden sie zu einer sogenannten «persönlichen Leistung» verdonnert. Das kann beispielsweise bedeuten, dass ein Jugendlicher an einem Medienkompetenzkurs teilnehmen muss, um den Umgang mit Medien zu lernen. Einen Strafregistereintrag gibt es nicht.

Die Zahlen des Kantons Zürich wurden im Rahmen einer Erhebung der Oberjugendanwaltschaft gesammelt. Aus dem Bericht geht hervor, dass drei Viertel der jugendlichen Porno-Delinquenten männlich sind. Demgegenüber stehen mehr Mädchen im Visier der Strafverfolgungsbehörden, wenn es um Ehrverletzungsklagen geht. Statt mit nackter Haut schocken die jungen Frauen mit Beleidigungen und anzüglichen Kommentaren. (lha)

Publiziert am 08.01.2017 | Aktualisiert am 10.01.2017
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30 Kommentare
  • Peter  Jodel 09.01.2017
    Ich habe bisher nicht verstanden, wozu 10jährige schon ein smartphone benötigen. Fürs Handy galt noch die faule Eltern-Ausrede von der ständigen Erreichbarkeit. Die Ausrede scheint sich parallel mit der Technik weiterzuentwickeln.
    smartphone ab 16.
    Und bitte nicht den Sermon, dass Jugendliche die "Medienkompetenz" so nicht erlangen würden. Das reicht auch noch nach 16, dann könnten sie wenigstens deutsch und nicht nur Quasselsprache in Mundart.
    Aber das Übel an der Wurzel.... nein.
  •   , via Facebook 09.01.2017
    Ich empfehle eine Arbeitsgruppe mit Experten zu gründen welche die gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft mit durch Steuergeld finanzierten Expertisen und Vorschlägen lösen helfen werden. Es werden nur "Studierte" zugelassen weil nur Experten die Lösung kennen und finden können.
  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    09.01.2017
    In einem muslimischen Land kann man das noch verstehen - aber hierzu Lande? Früher kosteten die "Schwedenheftli" teures Geld - die mangelden Beziehung zum anderen Geschlecht durch zuviel Internet- und Handykonsum könnte ein Auslöser dieser "Pornowut" sein.....
  • Thomas   Hiltebrand aus Zuerich
    08.01.2017
    Streng genommen ist Ihr "Beitrag" mit dem Gürteltier in erregtem Zustand ein Porno und dazu, weil eine sexuelle Handlung mit Tier mit Mensch gezeigt wird noch nicht mal für Erwachsene über18 Jahren zulässig. Aehm, vielleicht auch mal den Medienkurs besuchen oder sich fragen, ob da vielleicht der ganze Paragraphendschungel nur zur Beamtenbeschæftigung dient? Sorry aber ich habs nicht erfunden, die Paragraphen
    !
  • Daniel  Evans 08.01.2017
    Hier geht es um verbotene Pronographie; bitte zuerst nachlesen was das ist bevor munter bagatellisiert wird!
    Das ist ganz krankes, hässliches Zeug, fernab von normaler und somit erlaubter Pornographie.
    Darum ist es auch schlicht und einfach komplett verboten in der Schweiz.
    Diese Jugendlichen gehören schleunigst theraphiert wenn es noch was zu theraphieren gibt.