Vater und Sohn schwer verletzt! Seifenkiste rast in Miststock!

WITTINSBURG - BL - Max (16) und sein Vater Andreas B.* (46) starten am Samstag beim Seifenkistenrennen in Wittinsburg. In einer Kurve knallen sie frontal in eine Betonmauer.

  • Publiziert: 16.09.2012, Aktualisiert: 17.09.2012
  • Von Ralph Donghi und Adrian Schulthess

Speeddown heisst das Seifenkistenrennen in Wittinsburg BL.

Rund 800 Zuschauer stehen an der Rennstrecke, wollen sich den Europacup ansehen. Am Samstag um 13.40 Uhr sind Max (16) und sein Vater Andreas B.* (46) am Start.

Die beiden Deutschen sind begeisterte Seifenkistensportler. Max B., der Malerstift, lenkt. Sein Vater ist der Bremser.

Der blaue Carioli-Zwei­plätzer braust über die Strasse. Doch in einer Kurve fährt er plötzlich geradeaus – und kracht nach 30 Metern frontal in die Betonmauer eines Miststocks!

«Es war ein schlimmer Anblick», sagt ein Zeuge zu BLICK. Max und Andreas B. werden auf den Asphalt geschleudert. Vater und Sohn bleiben mit schweren Kopfverletzungen liegen, obwohl beide Helme aufhatten.

Max wird mit der Rega ins Spital gebracht, sein Vater mit der Ambulanz.

In Ettenheim (Baden-Württemberg) wird Annette B.* (43) alarmiert. «Es war ein Schock», sagt die Mutter. «Ich hatte schon immer ein ungutes Gefühl bei schnellen Strecken. Darum bin ich in den letzten sieben Jahren auch meistens nicht zu den Rennen mitgegangen.»

Doch gestern reiste die Steuerfachgehilfin in die Schweiz, um ihre Liebsten auf der Intensivstation zu besuchen. Ihrem Sohn «Max musste die Milz entfernt werden. Zudem hat er eine Rippe gebrochen und ein Schädeltrauma», sagt Annette B. «Ich weiss noch nicht, ob sein Gehirn wieder ganz gesund wird. Wenigstens ist er ausser Lebensgefahr.»

Auch ihr Mann Andreas sei «über den Berg». «Er hat einen zweifachen Oberschenkelbruch, den linken Fuss und drei Rippen gebrochen. Und irgendein Problem mit der Lunge. Sie hatten beide Riesenglück!» Dennoch fragt sich Annette B.: «War diese Strecke genügend gesichert, mit Strohballen?»

OK-Präsident Thomas Zumbrunn (45): «Die Strecke wurde wie in den letzten fünf Jahren nach internationalen Richtlinien gebaut.»

Zumbrunn: «Alles voraussehen, das ist unmöglich. Vor allem dann, wenn plötzlich ein technischer Defekt passiert. Offenbar hatte der 16-Jährige ein Problem mit der Steuerung, die blockierte.» Und: «Unfälle können überall geschehen. Auch bei einem Skirennen.»

* Name der Redaktion bekannt

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Alle Kommentare (2)

  • beat  marti , oftringen
    seifenkiste gleich wagnis!
    hoffentlich verfügt der Unfallversicherer eine kräftrige Selbstbeteiligung,es soll n icht allles zulasten de Steuerzahler gehen!
    • 17.09.2012
    • 3
    • 12
  • R.  Meier
    Betrifft: Hisbollah-Chef ruft zu Protesten gegen Anti-Islam-Film auf

    Das Verhalten dieser mobbenden Kulturen zeigt auf,dass sie im Denken und in der Kultur zuerueck geblieben sind und es sich schwer tun mit einer zeitentsprechender Weiterentwicklung und Anpassung.Der Film zeigt ja nur die Wahrheit.

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