#SchweizerAufschrei So sexistisch ist die Schweiz

SVP-Politikerin Andrea Geissbühler sorgte für Empörung, als sie sagte, dass Frauen bei Vergewaltigungen teils selber schuld seien. Jetzt folgt der Aufschrei im Internet.

SVP-Nationalrätin und ehemalige Polizistin Andrea Geissbühler klagt: «Es muss immer zuerst etwas passieren, bevor Politiker eingreifen.» play
Andrea Geissbühler sorgt mit ihren Aussagen für einen Aufschrei. PETER GERBER

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Dutzende Frauen und auch Männer berichten derzeit auf Twitter von ihren Erfahrungen mit sexueller Belästigung und Sexismus im Alltag – versehen mit dem Hashtag #SchweizerAufschrei.

Anlass ist ein Interview mit der SVP-Politikerin und Polizistin Andrea Geissbühler vom letzten Montag. Darin meinte sie, dass bei manchen Vergewaltigungen die Frauen eine Mitschuld hätten. Die Wogen gingen hoch. Mittlerweile gesteht Geissbühler ein: «Die Aussage so war ein Fehler. Das würde ich nicht mehr so sagen.»

Jedoch zu spät: Geissbühlers Phrasen hallen im Netz nach. Zahlreiche Frauen berichten von sexueller Belästigung und Sexismus im Alltag.

Politikerinnen erzählen von Sprüchen, die sie sich im Rat anhören müssen.

Andere berichten von Sexismus im Arbeitsalltag.

Manchmal wird aus Seximus auch bitterer Ernst.

Nicht nur Frauen berichten von Sexismus im Alltag – auch Männer machen solche Erfahrungen.

In Deutschland gab es bereits 2013 einen Hashtag Aufschrei. Damals schrieb eine «Spiegel»-Journalistin davon, dass der FDP-Politiker Rainer Brüderle sie sexuell belästigt habe. Daraufhin rief eine Bloggerin den Hashtag #aufschrei ins Leben.

Über 60'000 Tweets zum Thema Sexismus und sexuelle Belästigung wurden veröffentlicht. Aufgeschreckt durch diese Flut an Mitteilungen haben Feuilletons und Diskussionsrunden am Fernsehen das Thema aufgegriffen.

In der Schweiz wurden aktuell mit #SchweizerAufschrei bereits mehrere hundert Tweets abgesetzt.

Publiziert am 14.10.2016 | Aktualisiert am 17.01.2017
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50 Kommentare
  • Kurt  Stauffer aus George
    15.10.2016
    Am besten kann man im WK sehen, wie ungehemmt Männer in der Uniform die Serviertöchter begrapschen!!Besonders jene die dann am Sonntag mit ihrer Frau Hand in Hand spatzieren gehen!!!
  • Urs  Hagen 15.10.2016
    Herrgott, welch ein Theater. Die einen finden es schmeichelnd wenn ihnen nachgepfiffen wird, die anderen nicht. Die einen würden gerne wieder einmal begrabscht werden die andern ertragen nur schon Blicke nicht. Ich denke es ist "normal" das der Mann auf Reize reagiert, wie er reagiert zeigt dann die Stufe von seinen sozialen Kompetenzen. Ich kann mir vorstellen, dass in Gruppen von Männern immer ein Teil eher einfach gestrickt ist auch unter Politikern. (Spiess-Hegglin / Hürlimann)
  • Philipp  Baumgartner 15.10.2016
    Wenn man in Betracht zieht, wieviele Anschuldigen wegen Rückweisung oder Ablehnung passieren und wievielen Männern das Leben durch falsche Anschuldigungen zerstört wurde wäre hier eine differenziertere Diskussion durchaus angebracht. Frauen sind nicht per se Opfer, dass sollte man doch langsam begriffen haben.
    Wie wärs mal mit einem Bericht über Männer die unschuldig vor Gericht hockten ?
  • Andreas  Kermann aus Basel
    15.10.2016
    Teil 2:
    Heute erkennen wir das Theorie und Praxis der "Sexuellen Revolution" und der "Emanzipation" noch weit auseinander klaffen. Die Befreiung von den engen Regeln der Religionen hat eine Art Vakuum erzeugt. Dieses Vakuum führt zu den im "Aufschrei" beschriebenen Situationen. Nun ist es an uns die durch die Befreiung entstandenen neuen Regeln wirklich klar zu definieren und durch präzise Kommunikation in allen Teilen der Gesellschaft durch zu setzen.
    Aufklärung ist alles!
  • Andreas  Kermann aus Basel
    15.10.2016
    Die stärkste Kraft auf diesem Planeten ist die menschliche Sexualität.
    Deswegen wurde sie durch fast alle Religionen über tausende von Jahren tabuisiert und unterdrückt. Seit etwa 60! Jahren haben wir angefangen diese Tabus und Behinderungen langsam aufzulösen. Seit etwa 30! Jahren begreifen wir langsam dass es keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt die eine Bevorzugung oder eine Benachteiligung des jeweiligen Geschlechts rechtfertigen würden. (Teil1)