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Der Bundesrat ist wild entschlossen, Schweizer Soldaten zur Piratenjagd nach Somalia zu schicken. Dazu muss aber erst das Militärgesetz revidiert werden, was frühestens im Herbst auf der Traktandenliste des Parlaments steht.
Der Bundesrat hat es aber offensichtlich eilig. «Ich kenne persönlich zwei Berufsmilitärs, die seit sieben Wochen in Kenia trainieren», sagt ein Informant gegenüber BLICK. Die Partnerinnen der Soldaten hätten erzählt, dass der Einsatz eigentlich nur für einen Monat geplant gewesen sei, aber dann verlängert wurde. «Die Frauen wissen selbst nicht genau, was ihre Männer da unten machen. Sie erfuhren nur, dass es ihnen gut gehe und sie an den Wochenenden am Strand baden dürften.»
VBS hüllt sich in Schweigen
Das VBS streitet ab, dass in Kenia «Milizsoldaten» im Einsatz seien. Auf die Nachfrage, ob das auch für die Spezialtruppe AAD 10 zutreffe, die in Somalia eingesetzt werden soll, heisst es: «Über AAD 10 geben wir keine Auskunft.» Auch das EDA hüllt sich in Schweigen: «Für die Kommunikation ist das VBS zuständig.»
Gesetzlich ist es möglich, eine Trainingseinheit schon vor dem offiziellen Entscheid nach Kenia zu schicken. Gemäss militärischen Quellen macht das Sinn. Denn in Kenia unterhält die deutsche Bundeswehr einen Stützpunkt für ihre Anti-Terror-Kräfte. Und mit denen sollen unsere Piratenjäger ja kooperieren. Ob sie es aber je offiziell auf ein Schiff schaffen, steht in den Sternen. Die Parlamentsdebatte dürfte mindestens so heiss werden wie die Sonne an Kenias Palmenstrand.
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Die Royal Navy versenkt zwei Piratenboote. (AP)