«What else?» Schweizer Museums-Chef macht den Clooney

MARTIGNY VS – Léonard Gianadda flaniert durch seine neuste Ausstellung. In der Hand: Eine Espresso-Tasse. Die Parallelen zum Werbe-Clip mit Schauspieler George Clooney sind unübersehbar.

  • Publiziert: 04.03.2010, Aktualisiert: 19.01.2012

Die Stiftung Pierre Gianadda ist eine Walliser Institution. Dank ihr wird im Rhonetal seit 30 Jahren in wechselnden Ausstellungen grosse Kunst gezeigt: Picasso, Rodin, Marc Chagall. Der neuste Streich der Stiftung aus Martigny ist eine Schau über russische Ikonen. Doch was hat das Ganze mit George Clooney zu tun?

Stiftungs-Chef Léonard Gianadda liess sich etwas Besonderes einfallen, um für die Ausstellung zu werben. Im Westschweizer Fernsehen lässt er einen kurzen Spot ausstrahlen, in dem er mit einer Espresso-Tasse in der Hand durch sein Museum spaziert und mit Blick auf die aufgehängten Werke sagt: «Das Paradies, die Heiligen, die Ikonen, …» Schliesslich bleibt er vor der Kamera stehen und meint ganz cool: «What else?»

Die Anspielung auf die Nespresso-Werbung mit George Clooney ist natürlich Absicht. Doch ist sie auch legal? Nespresso hat nichts gegen Gianaddas Spot einzuwenden. «What else?» sei im Gegensatz zu «Nespresso, what else?» nicht geschützt, so Sprecherin Maryvonne Cholly in der Zeitung «Le Matin».

Der Kaffee-Multi zeigt sich sogar erfreut über den Clip aus dem Wallis: «Für uns ist es eine schmeichelhafte Anspielung», sagt die Nespresso-Sprecherin. (noo)

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