EDA Schweizer, macht keine Zwischenstopps in Lybien

  • Publiziert: 14.02 Uhr, Aktualisiert: 14.01.2012

BERN – Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) rät von Reisen nach Libyen vollständig ab. Das gelte auch für Kreuzfahrt-Stopps oder Flugtransits.

Kein Reisen mehr nach Libyen. Davor hat das EDA bereits länger abgeraten. Jetzt präzisiert es: Schweizer soillen auch keine Kreuzfahrten und Flugtransits via Libyen unternehmen, heisst es neu auf der Internet-Seite mit den Reisehinweisen.

Begründet wird die Massnahme mit der vorübergehenden Festnahme von Hannibal Gaddafi im Juli 2008. Dieser war das Ausreiseverbot der beiden Schweizer Geschäftsleute, Rachid Hamdani und Max Göldi, gefolgt. Seit fünf Wochen fehlt von ihnen jede Spur (Blick.ch berichtete).

Der Bundesrat hatte vergangene Woche jedoch angekündigt, den Ton gegenüber Libyen zu verschärfen. Offenbar befürchtet man nun, dass die bissigere Tonlage weitere libysche Willkürkonsequenzen nach sich ziehen könnte. So hatte die Landesregierung letzten Donnerstag erklärt, Tripolis «verweigere systematisch», getroffene Abmachungen einzuhalten. Ob und welche Massnahmen der Bundesrat gegen Libyen treffen will, bleibt bis dato unbeantwortet. (SDA/gux)

play Als Schweizer besser nicht bei ihm zu Gast sein: der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi. (Keystone)

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