Schweizer können nicht mailen!

  • Publiziert: 21.08.2007, Aktualisiert: 02.01.2012

BERN – Die Stiftung Produktive Schweiz will den Umgang mit E-Mails in der Schweiz verbessern. Es sei nämlich ein Potential von 8,5 Millionen Arbeitsstunden vorhanden. Pro Woche!

Die Heuschreckenplage aus der Bibel. Es gibt sie immer noch. In Form von E-Mails. Sie belagern uns, verstopfen unseren Posteingang, fressen unsere Zeit weg – kurz: ohne Mails wäre das Leben manchmal einfacher und produktiver.

Die Stiftung Produktive Schweiz will darum Arbeitnehmer in der Schweiz zum besseren Umgang mit E-Mails anleiten und damit ein Produktivitätspotenzial von 8,5 Millionen Arbeitsstunden pro Woche erschliessen. Niemand macht aus soviel Technologie so wenig wie die Schweizer, erklärten Vertreter der Stiftung. Konkret bei den E-Mails heisst dies: Zuviele kennen ihr Mailprogramm zu wenig gut, verlieren Zeit mit unnötiger Post, sortieren, beantworten: Hier ist massiver Nachholbedarf.

Auf ihrer Homepage stellt die Stiftung deshalb ein E-Mail-Assessment zum besseren Umgang mit E-Mails zur Verfügung. Mit konkreten Tipps, die nicht nur Angestellte, sondern auch Chefs interessieren könnten.

Das Produktivitätspotential schätzt die Stiftung in der Schweiz auf 8,55 Millionen Stunden pro Woche oder 26,7 Milliarden Franken im Jahr. Für ein Team mit zwölf Mitarbeitern betrage das maximale Optimierungspotenzial 3909 Stunden oder 500 Arbeitstage pro Jahr, was pro Person fast einem Monat pro Jahr entspreche, der im schlimmsten Fall allein für den unproduktiven Umgang mit E-Mail verloren gehe!