Hass-Mails Schweizer führen Cyber-Krieg gegen Islamist Vogel

BERN – Einreisesperre und jetzt auch noch Hass-Mails aus der Schweiz: Radikal-Prediger Pierre Vogel ist nicht gut auf unser Land zu sprechen. Er will klagen.

  • Publiziert: 16.12.2009, Aktualisiert: 14.01.2012
  • Von Beat Kraushaar
play Pierre Vogel – hier an der Grenze bei Basel – wird von Schweizern mit Hass-Mails eingedeckt. Das will er sich nicht gefallen lassen. (Simon Ertler / Newspictures)

Der radikale Islam-Prediger Pierre Vogel wird nun selber zum Ziel von Hass-Attacken.«Wir haben viele unverschämte E-Mails mit ganz üblen Beschimpfungen aus der Schweiz erhalten», sagt Thomas Ibrahim.

Der Manager des deutschen Islam-Predigers nennt Beispiele: «‹Warum hat noch niemand dem Pierre Vogel den Kopf eingeschlagen›, stand in einem Mail. In einem anderen: ‹Wir brauchen euch Schweine-Islamisten nicht›».

Ibrahim will jetzt die Internet-Adressen überprüfen lassen und Anzeige erstatten. «Wir werden das nicht hinnehmen und uns im Rahmen der Gesetze gegen solche Beschimpfungen wehren.»

Verhaftung war «Freiheitsberaubung»

Damit nicht genug: «Wir sind zudem dabei, Rechtsanwälte in der Schweiz zu suchen, um rechtliche Schritte gegen meine Verhaftung in Bern zu prüfen. Das war Freiheitsberaubung», sagt Ibrahim. Er wurde vor Beginn der Kundgebung gegen das Minarett-Verbot vom letzten Samstag in Handschellen abgeführt und vier Stunden von der Polizei festgehalten.

Dabei wurden auch Propaganda-CDs beschlagnahmt. Ibrahim ist überzeugt, dass er vom Schweizer Inlandgeheimdienst observiert wurde. «An der Grenze in Basel wurden meine Personalien festgestellt. Man wusste, dass ich an die Kundgebung fahre und Werbematerial im Auto habe. Trotzdem liess man mich damit in die Schweiz einreisen», sagt Ibrahim. Da liege es doch auf der Hand, dass da eine gezielte Aktion gegen ihn im Gange gewesen sei.

Vogel kuschte wegen Anzeige-Drohung

Er lüftet auch das Geheimnis, warum Pierre Vogel in Bern nicht sprach, obwohl sie das zu 99 Prozent versprochen hatten. Ibrahim: «Geplant war eine Telefon-Liveschaltung über die Lautsprecher von seinem Hotelzimmer in Freiburg (D) aus. Doch die Polizei drohte mit einer Anzeige, wenn wir das machen. Da haben wir es sein lassen.»

Doch schon bald wird Pierre Vogel wieder in der Schweiz seine Botschaften verkünden. «Im Januar und Februar sind bereits Vorträge geplant. Die genauen Termine und Orte wollen wir noch nicht bekannt geben», sagt Ibrahim.

Top 3

1 Drei Tote im Kandertal Heli touchierte Drahtseilbullet
2 BLICK zitiert den Luzerner Staatsanwalt «Die kaltblütigste IV-Betrügerin!»bullet
3 Betrug ruiniert Rentner «Wir haben unser Erspartes in sie investiert!»bullet

Schweiz