
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Die Strafverfolgungsbehörden des Kantons St. Gallen ermitteln wegen Verdachts auf Kinderpornografie und sexuelle Handlungen mit Kindern. Auslöser waren Internet-Recherchen und weitere Abklärungen der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internet-Kriminaliät (Kobik).
Kobik stellte fest, dass in dem entdeckten Forum Tipps und Erfahrungen für den Umgang mit kleinen Mädchen oder Anweisungen für erste Kontaktnahmen mit Kindern ausgetauscht wurden. Die Recherchen ergaben auch, dass kinderpornografische Dateien über das Forum ausgetauscht wurden.
Das Forum – betrieben von Deutschen – wurde vorwiegend von Pädophilen aus Deutschland, Österreich, dem Fürstentum Liechtenstein und der Schweiz besucht. Die Benutzer traten mit Decknamen in Erscheinung und unterhielten sich in deutscher Sprache.
Zwischen 20 und 65 Jahre alt
Die Angaben zu den ausländischen Teilnehmern und Betreibern des Forums übermittelte das Bundesamt für Polizei fedpol direkt an die betreffenden Länder. Es handelt sich dabei um rund 600 Personen aus Deutschland, 40 aus Österreich und vier aus dem Fürstentum Liechtenstein.
Bei den 13 Schweizer Bürgern, gegen die ein Strafverfahren eingeleitet wurde, handelt es sich um Männer im Alter zwischen 20 und 65 Jahren. Sie leben alle in der Deutschschweiz. Lehrer und Pfarrer befinden sich nicht unter ihnen.
Vier Männer wurden verhaftet. Inzwischen sind diese aber wieder auf freiem Fuss. Sie sind geständig.
Zwölfjährige missbraucht
Zwei Männern wird vorgeworfen, ein zwölfjähriges Mädchen aus ihrem Bekanntenkreis missbraucht und kinderpornografische Bilder der Tat ins Internet gestellt zu haben.
Die Zuständigkeit liegt bei den St. Galler Behörden, weil die Internet-Plattform auf dem Server einer St. Galler Providerfirma aufgeschaltet war. Gegen die Firma läuft kein Strafverfahren, wie die zuständige Untersuchungsrichterin sagte. Das Unternehmen habe gut mit den Behörden kooperiert. (SDA)