Grenzenloser Sex Schweiz kann Ost-Dirnen nicht stoppen

  • Publiziert: 25.04.2010, Aktualisiert: 19.01.2012

BERN – Es werden immer mehr: Die Schweiz wird mit Dirnen aus Osteuropa überschwemmt. Dagegen können Bund und Kantone fast nichts tun.

Nicht nur in Zürich bieten immer mehr Dirnen aus Osteuropa ihre Dienste an. Auch andere Städte, etwa St. Gallen oder Bern, leiden unter einer starken Zunahme des Strassenstrichs. Sie haben jetzt beim Bundesamt für Migration (BfM) reklamiert. Ohne Erfolge, wie die «SonntagsZeitung» berichtet.

Denn durch das Freizügigkeitsabkommen mit der EU reisen die Dirnen legal ein. Zwar können die Kantone beim BfM Einreisesperren für Prostituierte aus dem Osten beantragen, doch allein vor dem Bundesverwaltungsgericht sind laut dem Bericht derzeit 30 Beschwerden dagegen hängig.

Einreisesperren gingen massiv zurück

Das BfM wartet deshalb ab, ob das Gericht die Einreisesperren gutheisst. Gemäss BfM sind Einreisesperren seit Inkrafttreten der bilateralen Verträge um bis zu 94 Prozent zurück gegangen. Grund dafür sind die restriktiven Anforderungen des Europäischen Gerichtshofes: Man kann nicht einfach die Grenzen für bestimmte Staatsangehörige dicht machen.

Bis dahin geht die Zuwanderung von Ostdirnen munter weiter. Allein die Stadt Zürich registrierte im vergangenen Jahr eine Zunahme von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Zahlen: 795 Neueinsteigerinnen aus Osteuropa bieten in der Limmatstadt Sex an.

Zürich versucht andere Mittel

Darum versucht zum Beispiel der Kanton Zürich gar nicht mittels Sperre die Zuwanderung zu bremsen. «Weil die Einreisesperren gegen EU-Bürger nur selten Erfolg hat, stellt der Kanton keine Anträge im Zusammenhang mit Prostitution», sagt die Sprecherin des Zürcher Migrationsamts im Bericht.

Zürich sucht einen andern Weg: Mit der Arbeitsgruppe «Rotlicht» will die Stadt die steigende Anzahl der Prostituierten eindämmen. Eine Massnahme gegen die massive Ausbreitung des Strassenstrichs am Sihlquai, soll der sogenannte Strichplan sein. (zum)

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