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(Blick.ch)
Die gute Botschaft kam letzte Woche: Laut einer Studie der britischen Bank Barclays geht es uns viel besser, als wir vermuteten: 22 Prozent aller Haushalte (rund 740000) in der Schweiz verfügen demnach über mindestens 1 Mio. Dollar (gut 1 Mio. Franken) Vermögen. Nach einer Zählung vor vier Jahren lag diese Zahl erst bei 4 Prozent.
Damit liegt die Schweiz auf Platz drei (hinter Hongkong und Singapur).
In der Schweiz leben aber nicht nur Millionäre. Die schlechte Nachricht kam heute: die Angaben des Bundesamts für Statistik zur Zahl der Sozialhilfeempfänger. Das sind 245’156 Personen. Oder 141800 Haushalte.
Trotzdem: Diese Zahl ist derzeit stabil. Und die Zahl der Millionärs-Haushalte ist mehr als fünfmal so hoch. Im Ganzen gehts uns also gut.
Und wo sind diejenigen zu finden, die sich auf der Schattenseite des Lebens durchschlagen? Dies sind die Risikogruppen:
Alleinerziehende
Ein besonders hohes Sozialhilferisiko tragen die Alleinerziehenden. Gründe sind die hohe finanzielle Belastung durch die Kinderkosten, verbunden mit zusätzlichen Aufwendungen durch Trennung oder Scheidung. Zudem kann der Elternteil oft nur Teilzeit arbeiten, da er die Erziehung der Kinder gewährleisten muss.
Die Jungen
Auch wegen der Lage der Alleinerziehenden ist die Sozialhilfequote bei Kindern und Jugendlichen am höchsten. Die Altersgruppe der unter 18-Jährigen hat das höchste Risiko aller Altersgruppen, von Sozialhilfe abhängig zu werden.
Ausländer
Rund 44 Prozent aller Sozialhilfeempfänger sind Ausländer, während ihr Anteil an der Wohnbevölkerung knapp 21 Prozent beträgt. Die Gründe für das überdurchschnittliche Sozialhilferisiko liegen bei der geringen Berufsqualifikation.
Ohne Ausbildung
54 Prozent der Sozialhilfeempfänger verfügen über keine berufliche Ausbildung. In der Gesamtbevölkerung liegt dieser Anteil nur bei 26 Prozent. Personen mit einem Hochschulabschluss müssen dagegen deutlich weniger häufig Sozialhilfeleistungen in Anspruch nehmen (4,7%). (SDA/snx)