Immunologe Beda Stadler behauptet «Schweinegrippe ist vorbei»

  • Publiziert: 14.08.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

BERN – Beda Stadler befasst sich berufsmässig mit Viren und ist der erste, der laut «Alle zum Impfen» ruft. Doch bei der Schweinegrippe winkt er ab: Alles halb so wild.

Vor drei Wochen rechnete man in England mit zehntausenden Opfern der Schweingrippe. Auf der Pandemie-Karte war Grossbritannien dunkelrot. Nun gilt die Insel als sicher. Die Grippe ist weiter gewandert Richtung Asien.

Und hier ist die Grippe nicht in dem Ausmass angekommen, von dem man ausgegangen ist. Fehlalarm? Ja, glaubt der Virologe Beda Stadler. In der Sendung «10 vor 10» gab er Entwarnung. «Man könnte sagen, jetzt ist die grösste Gefahr vorbei.»

Die Zahl der am Virus erkrankten Menschen gehe weltweit zurück, sagte der Virologe Beda Stadler. «Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) müsste nun sagen: Wir hatten ein paar lustige Pandemie-Übungen. Aber es ist nichts passiert.»

Stadler glaubt, dass sich das H1N1-Virus so verhält, wie eine normale Grippe: Es verbreitet sich einmal rund um den Globus. Aber die Ansteckungen sind weit weniger schlimm, als das BAG annimmt. Trotzdem: Impfen lässt auch er sich. «Als Vorsorge für die nächsten 30 Jahre.»

Dort geht man immer noch von bis zu 2 Millionen Erkrankungen aus. «Wir sehen keine Grund dafür, Entwarnung zu geben», sagt «Mister Pandemie» Patrick Mathys auf Stadlers Aussage. Man werde die weitere Entwicklung beobachten und rechne damit, dass mit der normalen Grippe im Herbst auch die Schweinegrippe komme. (zum)

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