Schulhaus-Abwart stoppt Hundeattacke auf Kinder: Beni, der Schutzengel!

Als Benjamin P.* (28) sieht, wie ein streunender Hund auf Schüler losgeht und sie verletzt, vergisst er alles um sich herum. Der Abwart und seine Helfer von der Primarschule Unterentfelden AG haben nur noch ein Ziel: Die Kinder müssen gerettet und der Riesen-Hund eingefangen werden.

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Es hätte böse enden können. Dass vor der Schule in Unterentfelden AG bei der Hundeattacke keine Kinder starben, ist einem Schutzengel zu verdanken: Benjamin P.* (28).

«Nein, nein. Ich bin kein Held», sagt der Abwart. «Wir waren ein Team, das gut reagiert hat.» Das sieht auch Schulleiter David Leuenberger (56) so, fügt aber an: «Beni hat Schlimmeres verhindert!»

Donnerstag, 14.10 Uhr. Buben entdecken bei der Primarschule einen streunenden Hund. Einen Bullmastiff. Der neun ­Monate alte Magic Rock ist von daheim ­abgehauen. «Er war ganz ruhig. Die Kinder brachten ihn sogar zu mir, um den Halter zu finden», erzählt Benjamin P.

Doch plötzlich schreckt der Bullmastiff von einem Geräusch auf. Er rennt auf eine Mutter (33) und ihre zwei Kinder los, verletzt sie und eines der Kinder. Dann rennt er zurück zu Beni. Und beisst einen Schüler in die Beine, der im Rückwärtsgehen stürzt. «Ich habe den Hund am Halsband zurückgerissen», sagt der Abwart.

Doch obwohl er kein Kampfhund ist, ist Magic Rock so kräftig, dass er seinen Kopf aus dem Halsband ziehen kann. Ein weiterer Schüler und ein Lehrer (60) werden verletzt.

Schulpersonal kann die drei verletzten Kinder (3 bis 10) und alle anderen in Sicherheit bringen. Dann umstellen Abwart, Schulleiter und Lehrer den Hund. «Er wurde wieder ruhig», sagt Benjamin P. «Am Ende konnte ich ihn bei den Sitzsteinen bewachen, bis die Polizei kam und ihn an die Leine nahm.»

Magic Rock kommt wohl nicht mehr zurück zur Halterin. Er wird beobachtet und später einem Wesenstest unterzogen. Kantonstierärztin Erika Wunderlin: «Noch wissen wir nicht, ob wir ihn einschläfern müssen oder ihn umplatzieren können.»

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 19.03.2016 | Aktualisiert am 21.03.2016
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18 Kommentare
  • Daniel  Jungblut aus Viersen
    19.03.2016
    In unserem Umfeld gab schon einen typischen Beissunfall mit einem in der Enge sitzenden Angsthund beim Anlegen der Leine: Ein Biss, und abgehauen. Aber: "rennt auf eine Mutter (33) und ihre zwei Kinder los, verletzt sie und eines der Kinder. ... Und beisst einen Schüler in die Beine". Das ist KEIN armer in die Enge getrieben Hund der sich blos befreien will und dann abhaut. Hab selber 2 Hunde, aber bei Kindern hört der Spass auf. Anzeige wegen Körperverletzung gegen den Halter!
  • Charly  55 aus Belp
    19.03.2016
    Nicht der oder due Hunde sind das Problem, es ist nur der Mensch, er weis heute nichts mehr an zu fangen mit der Natur, bin mit Tieren und Hunden aufgewachsen und weis wue man sich gegenüber allen Tieren zu verhalten hat inkl. Bären und lebe immer noch.
  • Peter  O'neil , via Facebook 19.03.2016
    Wäre es ein Löwe gewesen, hätten man einen Fachmann geholt. Weil es aber "nur" ein Hund war, meint jeder, er könne das Tier einfangen und dann ein bisschen Tätschlen. Herrgott, das Tier kann doch nichts dafür, dass die Menschen so blöd sind. Statt das Tier einzuschläfern, sollten die Schüler&Lehrer zum Verhaltenstest. Und zum Halter: nur weil ein Kind mal wegläuft, bestraft man auch nicht gleich die Eltern. 9 Monate = 4-5 Menschenjahre, ergo auch der Hund ist noch eine Kind! Seit vernüftig!
  • Mannvon  Thusis 19.03.2016
    Es ist richtig dass man Kindern beibringen soll, fremde Hunde nicht anzufassen. Aber wies halt so ist vergessen sie es sobald sie einen Hund sehen. Muss es meinen Kids auch immer wieder sagen.
  • ERNST  GEHREN aus NIEDERROHRDORF
    19.03.2016
    Ich bin gleicher Meinung, den Hund jetzt Rox NICHT einschläfern. Das Problem liegt ohne wenn und aber beim Halter. Wo liegt denn hier die Erziehung oder Schule? Es hätte NICHT sein dürfen, dass dieser Hund die Kinder angreift. Von Herzen gute Besserung. Und Danke dem Hauswart. Und der Halter muss gebüsst werden.