Schul-Abteilungsleiter Gerold Schoch «bedauert» Schlittel-Unfall von Laura (14) «Wir denken über eine Helmpflicht nach»

DIETIKON ZH - Am Montag wurde die Sek-Schülerin bei einem Schlittel-Ausflug auf der Lenzerheide schwer verletzt. Nach dem Unfall denkt die Schule über neue Sicherheitsmassnahmen nach.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Chemie-Unfall bei Lonza Brauner Rauch über Visp
2 Im Mai starben Menschen an der selben Stelle Ist die Todes-Ampel...
3 Illegales Shopping vor 1. August Der Knall-Tourismus boomt

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
2 shares
34 Kommentare
Fehler
Melden

Beim Schlittel-Ausflug mit ihrer Schule wurde Laura am Montag auf der Lenzerheide schwer verletzt. Seitdem liegt die 14-Jährige im Kantonsspital Graubünden, muss mindestens drei Monate ein Stützkorsett tragen, dass ihre gequetschten und gebrochenen Wirbel stützt.

Nach dem Unfall ihrer Tochter warfen die Eltern den Lehrer Fahrlässigkeit vor. Denn: Keines der Kinder hatte bei dem Ausflug einen Helm getragen (BLICK berichtete). Das soll sich ab sofort ändern: «Wir denken über eine obligatorische Helmpflicht nach», bestätigt Gerold Schoch, Leiter der Schulabteilung Dietikon ZH, gegenüber BLICK.

«Die Lehrer sind mitgeschlittelt»

Den Vorwurf, dass die Lehrer sich nicht genug um die Kinder gekümmert hätten, weist Schoch aber zurück. Er sagt: «Die Lehrer sind mitgeschlittelt, sassen aber natürlich nicht mit den Kindern auf dem Schlitten. Sie haben sich nacheinander zwischen die Schüler gemischt, um sie so zu beaufsichtigen.»

play
Gerold Schoch, Leiter der Schulabteilung von Dietikon ZH.

Etwa 60 Kinder seien am Montag mit auf der Lenzerheide gewesen, vier Lehrer hätten aufgepasst. Nach einer kurzen Einführung waren die Schüler auf ihre Schlitten gestiegen und losgefahren. Doch: Nach rund 300 Metern kommen einige von ihnen vom Weg ab, landen auf der Skipiste.

Lehrer hat Unfallstelle gesucht

«Ein Lehrer hat das bemerkt und mehrfach gerufen, um die Schüler wieder zurückzuholen. Auch Skifahrer haben die Kinder gewarnt. Die vier Mädchen waren da aber schon zu weit weg», sagt Schoch.

Wenig später kommt es zu dem tragischen Unfall. Schoch: «Der Klassenlehrer hat danach einen Anruf von einer Schülerin bekommen. Er ist sofort wieder hochgefahren und hat sich zu Fuss auf die Suche nach der Unfallstelle gemacht.»

Schule bedauert Vorfall

Als er ankommt, ist der Rega-Helikopter schon da. «Dort hat man ihm gesagt, er dürfe nicht mitfliegen», so Schoch. Daraufhin habe er sofort Mutter Mirjana M. (38) kontaktiert.

Schlittel-Ausflüge soll es auch künftig geben, aber «wir überlegen, wie wir sie noch sicherer gestalten können», sagt der Schulabteilungs-Leiter. «Wir bedauern sehr, was passiert ist und wünschen dem verunglückten Mädchen die beste Genesung.»

Publiziert am 18.03.2016 | Aktualisiert am 18.03.2016
teilen
teilen
2 shares
34 Kommentare
Fehler
Melden

34 Kommentare
  • Jakob  Heiter 19.03.2016
    Es ist zu einfach jemand die Schuld zu geben. Wen ich sehe wie viele Kinder ohne Helm Velo fahren. Es ist die Plich der Eltern zu erziehen un Liebe zu geben. Es ist traurig wie imm Kindergarten Kinderliebe duchen weil si im TAGI die ganze zeit sind.
  • Adrian  Bühler 19.03.2016
    Nein nein, das ist zu einfach immer den Lehrer ( und nein ich bin selber nicht Lehrer ) die Schnecken in die Schuhe zu schieben. Die Lehrer sind nicht für die Erziehung der Schüler verantwortlich !Wie wärs mal mit Eigenverantwortung der Eltern und der Schüler selber. Einem/einer 14 Jährigen kann man sehr wohl zutrauen das er Warnschilder lesen kann und zudem an einen Helm denkt. Aber eben ,wenn schon zu Hause fehlt....
  • Carole  Liechti 19.03.2016
    Wie wäre es, wenn die Schule wieder die finanzielle Verantwortung (sprich Versicherung) tragen würde bei Unfällen, die in der Schulzeit passieren? Obligatorisch voraussetzen und die Verantwortung ablehnen geht nicht. Klar, die KK trägt einiges, aber was ist mit denjenigen, die den alternativen Therapien vertrauen?
    Passieren kann immer was, wenn es aber vorgeschrieben sein soll, bin ich nicht bereit, etwelche Verantwortung zu tragen.
  • tamara  spielhofer aus buochs
    18.03.2016
    Ich finde auch die eltern haben versagt. Meine kinder tragen beim schlitteln immer helm. Sowas ist doch selbstverständlich. Und dann gegen die schule wettern........
    • Pedro  Steinmann 19.03.2016
      Ich denke es liegt auch an der Eigenverantwortung. Velofahren, Skifahren, es ist eine Empfehlung einen Helm zu tragen, so auch beim Schlitteln. Weiter sollte man auch beim Schlitteln die Augen offen haben und schauen wo man durch fährt.
  • William  Quispe aus Bellinzona
    18.03.2016
    Da nützt auch eine Instruktion vom Flachland Lehrer nichts. Schlitten fahren oder rodeln muss gelernt sein. Abgesehen davon sollte man mit 14 Jahren auch wissen, dass man mit dem Schlitten nicht auf die Skipiste darf. Ich gehe ja mit dem Fahrrad auch nicht auf die Autobahn.