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Schredder-Debakel: Pierre Cornu soll klären

BERN – Nach der Akten-Vernichtung im Atom-Skandal handelt der Bundesrat. Der hat den Neuenburger Pierre Cornu beauftragt, mögliche Amtsgeheimnisverletzungen untersuchen.

Aktualisiert um 13:33 | 06.06.2008
Gewünscht hatte die Untersuchung Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf. Sie will Klarheit: Wie konnten Informationen über die umstrittene Schredder-Aktion des Bundesrats und das Stafverfahren gegen die Gebrüder Tinner an die Öffentlichkeit gelangen?

Erstmals hatte BLICK im Februar über die Aktenvernichtung berichtet.

Darum gehts: Mit Zustimmung des Bundesrats und unter Druck der USA sind Ende letzten Jahres Akten und Datenträger vernichtet worden. Diese waren bei den Gebrüdern Marco und Urs Tinner sichergestellt worden, die wegen möglicher Verletzung des Kriegsmaterialgesetzes in U-Haft sitzen.

Zusammen mit ihrem Vater sollen die beiden von 2001 bis 2003 für Abdul Qader Khan, den «Vater der pakistanischen Atombombe», gearbeitet haben. Dieser führte ein geheimes Atomwaffenprogramm für Libyen durch. Der Bundesrat liess die Unterlagen vernichten, weil sie angeblich Baupläne für Atomwaffen, Gas- Ultrazentrifugen und Lenkwaffensysteme enthielten. (SDA)
Zum ausserordentlichen Bundesanwalt ernannt: Pierre Cornu. (lionsbase.org)
Zum ausserordentlichen Bundesanwalt ernannt: Pierre Cornu. (lionsbase.org)
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