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Wer Mineralwasser in Flaschen von weit her karrt, belaste die Umwelt stark. Ausserdem sei es zu teuer, teilweise sei es ja bloss «Leitungswasser». Das alles sagt der CVP-Nationalrat Jacques Neirynck. Sein Plan: Ein nationales Verkaufsverbot für Mineralwasser in Flaschen!
An der Herbstsession will er eine Motion einreichen, berichtet die «NZZ am Sonntag». Nur noch auf ärztliches Rezept soll Mineralwasser künftig erhältlich sein.
«Es braucht jetzt strikte Massnahmen, um Energie zu sparen», begründet Neirynck seinen Vorstoss. Für die Abfüllung, den Transport und für die Flasche selber werde zu viel Energie verbraucht. Mag sein. Was jedoch vom CVP-Nationalrat nachgeschoben wird, ist etwas weit hergeholt: «Wenn wir kein neues AKW wollen, dann müssen wir auf das Flaschen-Wasser verzichten.»
Der Waadtländer Nationalrat sagte auch, in manchen Wassern sei bloss Leitungswasser. «Das ist, wie wenn man den Leuten Luft in Dosen verkaufen würde», sagte er der «NZZ am Sonntag».
Da hat er schlicht nicht Recht – in der Schweiz ist nämlich das Mineralwasser gesetzlich verankert. Mehrere Verordnungen halten die hohen Anforderungen an das Mineralwasser exakt fest.
Pro Kopf konsumieren die Schweizerinnen und Schweiz jährlich rund 120 Liter Mineralwasser. Das ist beinahe doppelt so viel wie vor 20 Jahren. Im gleichen Zeitraum vervierfachten sich die Einfuhren von Mineralwasser; im Ausland abgefüllte Marken beanspruchen inzwischen einen Drittel des Marktes.
Bezeichnend eigentlich nur, was der Generalsekretär der CVP, Reto Nause, zum Vorstoss seines Parteikollegen sagt: es sei eine «gewisse Skepsis angebracht». (num)
Reitet auf grüner Welle: CVP-Nationalrat Jacques Neirynck.- cvp.ch