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Bundesrat Schmid kam gestern Abend ins Spital. Laut dem Verteidigungsdepartement (VBS) ist sein Chef jedoch bei Bewusstsein und nicht in Lebensgefahr. Seine Erkrankung, eine Gallenblasenentzündung (siehe Kasten), bezeichnet das VBS als «unkompliziert».
Die Untersuchungen an Schmid seien noch am Laufen. Sobald neue Erkenntnisse vorlägen, werde das VBS informieren. Schmids Termine bis und mit morgen Freitag sind gestrichen – ab nächster Woche würde der eben erst genesene Hans-Rudolf Merz einspringen müssen.
Der Bundesrat hatte sich gestern Abend aus freien Stücken in Spitalpflege begeben, sagte VBS-Sprecher Dominique Bugnon weiter. Während der Bundesratssitzung hatte der Verteidigungsminister noch keine Schmerzen verspürt.
Über Mittag sei Schmid mit anderen Regierungs-Kollegen essen gegangen. Danach sei er in sein Büro zurückgekehrt. Am Nachmittag habe er Bauchschmerzen bekommen und sei nach Hause gegangen. Am frühen Abend brachte ihn seine Frau auf Anraten seines Arztes ins Spital.
Schmid ist der zweite Bundesrat, der innert kürzester Zeit erkrankt. Erst am 20. September hatte Finanzminister Hans-Rudolf Merz einen Herz-Kreislauf-Kollaps erlitten und war in ein künstliches Koma versetzt worden. Aber was steckt hinter der Einweisung von Merz Kollega Schmid?
Schmid steht seit Monaten in der Schusslinie von Medien und Öffentlichkeit. Das Jungfraudrama, bei dem sechs Rekruten ums Leben kamen, das tödliche Unglück auf der Kander, die Affäre um Armeechef Roland Nef – all diese Vorfälle mchten Schmid angreifbar und stellten und seine Führungsqualitäten als Militärminister zunehmend in Frage.
Schlug ihm das alles jetzt auf den Magen?
Blick.ch-Leser vermuten es: «Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht», schreibt Viktor aus Illnau und wünscht Schmid gute Besserung. Oder: «Wenn ich in seiner Haut stecken würde, hätte ich im Moment auch Bauchschmerzen», so Ändu aus Thun.
Viele Leser raten Schmid, besser abzutreten, um seine Gesundheit zu schonen. Andere wünschen ihm «rasche, gute Besserung» und hoffen, dass er «so bald als möglich zurück in den Bundesrat» kommt. Diskutieren Sie mit – über das untenstehende Formular! (SDA/gux)
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Samuel Schmid kam gestern Abend notfallmässig ins Spital. (Reuters)