Schiess-Kurse liegen im Trend: Frauen greifen zur Waffe

ZÜRICH - Immer mehr Frauen nehmen in der Schweiz an Schiess-Kursen teil. Die Hemmschwelle gegenüber Waffen sinkt.

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Immer mehr Frauen haben Interesse an Schiess-Kursen. Keystone

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«Die Neugierde und das Sicherheitsbedürfnis von Frauen ist gross», sagt Marco Schnyder (43) von der Zürcher Selbstverteidigungsschule Twoprotect. «Möglicherweise wollen sie sich auf Situationen vorbereiten, in dem eine Waffe im Spiel ist. Zum Beispiel in Fällen von häuslicher Gewalt oder bei Überfällen.» Im Vergleich zu den Vorjahren nehmen fast doppelt so viele Frauen an den Schiess-Kursen von Twoprotect teil. «Bei uns schiessen die Teilnehmer aus einer Entfernung von drei bis sieben Metern. Es geht um den Eigenschutz und die Selbstverteidigung.»

Eine eigene Waffe hätten die meisten Damen allerdings nicht. «Sie schauen zuerst, wie der Umgang mit einer Waffe ist. Erst dann überlegen sie, ob sie auch selbst eine Pistole haben wollen oder nicht», erklärt Schnyder.

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Handtäschli und und Sturmgewehr. Keystone

Auch bei den Schiess-Kursen des Kompetenzzentrums für Sicherheit und Verteidigung Elite Guard in Hünenberg ZG stieg die Zahl der Frauen rasant, gegenüber 2014 gäbe es vier Mal so viele Anmeldungen. «Früher hatten wir kaum Frauen in den Kursen. Heute sind es zwischen 30 und 40 Prozent», sagt der Schulleiter Kosmas Mutter (50).«Wahrscheinlich ist die Hemmschwelle gegenüber Waffen gesunken. Und der Spass am Schiessen gestiegen», erklärt sich Mutter das Phänomen.

«Frauen wollen heutzutage wissen, wie man mit einer Waffe umgeht», sagt Giuseppe Puglisi (54) von der Self Protect Academie in Liestal BL. Rund 50 Prozent der Kursteilnehmer seien Frauen. «Die Teilnehmerinnen möchten lernen, wie sie Waffen bedienen müssen und sich auch andere technische Fertigkeiten.»

Nicht nur die Zahl der Frauen in Schiess-Kursen ist gestiegen, auch die Zahl der Waffen in der Schweiz nimmt zu. Im Kanton Waadt gab es gemäss der Nachrichtensendung «10 vor 10» 2015 rund 64 Prozent mehr Gesuche um Erteilung für Waffenerwerbsscheine. Also 4000 Gesuche mehr als im Jahr davor. Gefolgt von Obwalden mit 49 Prozent mehr Gesuchen. An dritter Stelle liegt der Kanton Zug. So gab es dort im letzten Jahr rund 32 Prozent mehr Waffenbescheinigungen. Laut «zentralplus.ch» hat theoreteisch jeder zweite Zuger eine Waffe. 

Publiziert am 18.02.2016 | Aktualisiert am 17.03.2016
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Modisches Zubehör Amerikanerinnen stehen auf Waffen-Accessoires

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15 Kommentare
  • Erich  Ruoff aus Steffisburg
    19.02.2016
    Ich bin auch fürs Bewaffnen. Vor was mir aber graut, ist der Tag, an dem sich ein Schweizer zur Wehr setzt und einen Verbrecher zur Strecke bringt. Das Geschrei von Verhältnismässigkeit und Gejammer betr vorschnellem Handeln bevor alle Baumumarmungen ausgeschöpft wurden hör ich jetzt schon und unsere Richter werden diese Person fürchterlich bestrafen um zu verhindern, dass Gaunern Einhalt geboten wird, ohne dass die Justiz den armen Gaunern helfen konnte. Davor hab ich sehr sehr grosse Angst!
  • Peter  Weber aus Zürich
    19.02.2016
    Schiesskurse sind zwar sinnvoll, aber eigentlich nur für Leute nützlich die auch eine Waffe bei sich tragen dürfen. Alle anderen sollte eher einen Kurs in Escape Techniken oder "wie wehre ich mich mit einem Rasiermessernehmen.
  • Anna  Rusch 19.02.2016
    Das ist kein Trend, dass ist die Angst. Unter den "Flüchtlingen " sind sicher auch Bewaffnete eingereist, da viele aus Kampfgebieten kommen!
  • André  Ammann 19.02.2016
    Wenn Regierung und Justiz versagen, die Bevölkerung zunehmends verängstigt wird, kommt es halt so weit. Es ist keine schöne Entwicklung die da im Gange ist. Diese negative und brisante Entwicklung wird von Sommaruga und Co dann wieder schön geredet, Hauptsache ihre Scheinflüchtlinge können in unser Land. Eine sehr traurige Geschichte.
    • Sandro  Baumgartner , via Facebook 19.02.2016
      Die meisten Missbrauche passieren aber innerhalb der Familie, aber Hauptsache Sie posten etwas gegen Scheinflüchtlinge.
    • Meyer  Karl 19.02.2016
      @Sandro Baumgartner. Und, haben "Scheinflüchtlinge keine Familien oder keinen Familiennachzug? Oder machts die Sache besser, wenn man ausserhalb der Familie mordet anstatt innerhalb? Hauptsache man postet irgend einen Quatsch.
    • Fritzpeter  Friedli , via Facebook 19.02.2016
      Mit dem Wachstum der Weltbevölkerung, rasant auch in der CH, wächst viel Negatives parallel. Die Angst um seine Existenz um im Alltag bestehen zu können. Die Angst vor Kriminalität aller Art, ist nicht ganz unbegründet. Wenn Möglichkeiten bestehen, das Angebot vorhanden, lassen auch Frauen sich das Schiesseisen erklären. Starkes Wachstum von persönlicher Bewaffnung zeigt, das etwas aus dem Ruder läuft. Menschen- Vermassung Welt weit zeigt das Negativum jeden Tag wo die Reise hingeht, Flucht!
    • Sandro  Baumgartner , via Facebook 19.02.2016
      @Karl, die Betonung bezieht sich auf "Familien" ob es jetzt Flüchtlinge/Inländische/Ausländische sind spielt überhaupt keine Rolle.
  • Mosimann  Beat 19.02.2016
    Tolle Entwicklung ... bald Zustände wie in den USA. Legt einfach ein Nein ein und es wird sogar schlimmer als in den USA ... wetten?
    • Ewald  Rindlisbacher aus Grayland
      19.02.2016
      Ich lebe seit 30 Jahren in den USA an verschiedenen Orten und ich fuehle mich hier sicherer als in der Schweiz !!!!