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Die Schweizer Haushalte haben seit 2007 zu viel bezahlt. (Symbolbild). (Christian Lanz)
Harter Wind bläst dem Bund entgegen. Wegen eines Gesetzesfehlers hat sich so einiges an Radio- und TV-Gebühren angesammelt. Gesamthaft 67 Millionen Franken. Nun geht das Gerangel los, was mit dem Geld geschehen soll.
Der Berner SVP-Nationalrat Adrian Amstutz fordert mittels einer Motion die unverzügliche Rückgabe des Überschusses an die Bevölkerung. Erfolgen soll dies durch eine Gebührensenkung. Der Bundesrat hat sich an der letzten Sitzung allerdings dagegen ausgesprochen. Die Stossrichtung sei richtig, der Vorschlag greife aber zu kurz. Die jährliche Anpassung der Empfangsgebühren sei zu aufwendig und würden bei der Inkasso-Stelle Billag Mehrkosten von 1,5 Millionen Franken verursachen. Wie der Bundesrat das System ändern will präzisiert er aber nicht.
Warum der Bundesrat die überschüssigen Millionen nicht einfach zurückerstattet, verstehen viele Blick-Leser nicht. Sie sind erzürnt und sehen in der Abschaffung der Billag die Lösung: «Schafft diese Abzocker-Billag endlich ab, damit könnt ihr noch vielmehr Geld sparen,» schreibt beispielsweise Bianca Portner. Auch Hans Siegert plädiert dafür: «Riesen Sauerei diese Billag. Abschaffen, am besten noch heute».
Etwas anderes schlägt Michel Koeb vor. Er ruft dazu auf die Billag zu boykottieren: «Macht alle mit und und zahlt keine Gebühren mehr». Ebenfalls für einen Rechnungsstopp ist Silvia Ulrich: «Das wäre super», schreibt sie. (fr)