Frechheit SBB: Vorne Luxus, hinten Müll

  • Publiziert: 09.06.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
play Der Müll der Zweiten Klasse. Hauptsache die Erstklass-Welt stimmt. (Leserfoto 8989)

BERN – Die Erste Klasse soll attraktiver gemacht werden. Dabei täte es der SBB gut, sich erst einmal in der Zweiten Klasse umzusehen, findet Blick.ch-Leser Björn Kuhmann.

Die SBB will die Attraktivität der 1. Klasse steigern: Deswegen gibts neben der Superlounge im Hauptbahnhof Zürich wohl auch bald einen exklusiven Essen- und Getränkeservice: In den Intercity-Neigezügen auf der Gotthardstrecke soll das Personal den Reisenden der 1. Klasse das Essen und Trinken am Sitzplatz auftischen.

«Eine Frechheit von der SBB», findet Blick.ch-Leser Björn Kuhlmann. Es gehe gar nicht, dass die SBB über Luxusabteile nachdenke, während «der Durchschnittpendler weiterhin mit dem GA der Zweiten Klasse im Müll sitzt – von den pöbelnden und saufenden Soldaten ganz zu schweigen!»

Fragt sich tatsächlich, wieso die SBB in Krisenzeiten auf Luxus setzen muss – während man in der Zweiten Klasse in müllhaldenähnlichen Zuständen reisen muss.

Oder, wie es Björn Kuhlmann ausdrückt: «Liebe SBB: Wollt Ihr Eure Kunden, die Euch täglich nutzen, vergraulen und daran Schuld sein, dass ein Grossteil der Pendler wieder auf das Auto umsteigt und die Luft verpestet?»

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