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Das ist Tatsache: 1999 gabs im Ganzen noch 750 Bahnhöfe, 450 davon waren bedient. Heute haben nur noch 276 Bahnhöfe ihre Schalter geöffnet. Knapp 40 Prozent weniger. Diese Zahlen bestätigt SBB-Sprecher Daniele Pallecchi gegenüber Blick.ch.
Ist das nicht ein deutlicher Leistungsabbau gegenüber den Kunden? Der Schweizerische Eisenbahn- und Verkehspersonal-Verband sieht das so. Nicht aber die SBB. «Man kann Tickets ja nicht nur am Ticketautomaten lösen. Sondern auch übers Internet, Handy oder übers Telefon», so Pallecchi.
Doch damit nicht genug. Jeder Pendler weiss davon ein trauriges Lied zu singen. Die Züge sind so überfüllt, dass man kaum weiss, wo man seine Tasche hinstellen soll. Und dann die leidigen Verspätungen! Jeden Tag das gleiche Trauerspiel. Man hetzt auf den Bahnhof, und dann fahren die Züge, wenns gut geht, mit zwei, drei Minuten Verspätung ab.
Nicht schlimm? Doch. Wenn man dadurch nämlich den Anschluss verpasst! Dazu Pallecchi: «Pünktlich ist ein Zug gemäss europäischer Pünktlichkeitsnorm, wenn er mit nicht mehr als 4 Minuten 59 Sekunden Verspätung am Zielort eintrifft.» Da führen die SBB nicht schlecht.
Trotzdem wolle man diese Norm in der Schweiz auf 2 Minuten 59 Sekunden senken. «Und als Anschlussfrist, die abgewartet wird, gelten zum Beispiel im Zürcher Hauptbahnhof 7 Minuten», so Pallecchi.
Mit anderen Worten: Wer sich also eine Anschlussverbindung heraussucht, die unter dieser Spanne liegt, und diese dann verpasst, weil sein Zug 2, 3 Minuten verspätet ist, hat falsch gerechnet.
Sehen Sie das auch so? Schreiben Sie uns Ihre Meinung!
Verspricht mehr Pünktlichkeit: SBB-Sprecher Pallecchi.- SBB