SBB planen neues Billett-System: Zuerst fahren, dann bezahlen

Die SBB wollen ihr heutiges Bezahlsystem komplett auf den Kopf stellen. Bald sollen Kunden losfahren können, ohne zuerst ein Ticket kaufen zu müssen.

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Bald nur noch ein Relikt? Billetautomat der SBB.

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Einfach einsteigen, ohne sich vorher Gedanken über ein Billett machen zu müssen – so stellen sich die SBB das Reisen in spätestens zehn Jahren vor.

Wie die «Berner Zeitung» heute berichtet, wollen die SBB ihr Billettsystem komplett umkrempeln. Demnach soll der Kunde künftig erst nach der Zugfahrt bezahlen.

«Einzelreisen müssen so bequem werden wie heute Fahrten mit einem Generalabonnement», erklärte Jeannine Pilloud, Chefin Personenverkehr bei den SBB, diese Woche an der Brachnentagung zur «ÖV-Mobilität der Zukunft». BLS und die Südostbahn prüfen derzeit ähnliche Angebote.

Bei den SBB wolle man das neue System bis spätestens 2025 einführen, «vielleicht aber auch schon 2020», so Pilloud. Bis dahin gelte es, die «gesetzliche Grundlage» schaffen sowie sämtliche Züge und öffentliche Verkehrsmittel mit Sensoren auszurüsten, die registrieren, wenn jemand ein- oder aussteigt.

Als Chipkarte, die die einzelnen Fahrten der Kunden aufzeichnet, soll der bereits existierende Swiss Pass dienen. Abgerechnet wird anschliessend elektronisch. 

Auf dieser Abrechnung würde der Kunde dann auch erfahren, wie viel Rabatt er allenfalls erhält, wenn er im aktuellen Monat beispielsweise für weitere 100 Franken Bahn fährt.

Zudem gäbe es eine Obergrenze: «Egal, wie viel jemand fährt, er muss nie mehr zahlen, als es dem Wert des GA entspricht», versicherte Pilloud. Alle, die herkömmliche Billette lösen wollen, sollen dies aber auch weiterhin können. (gr)

Publiziert am 05.03.2016 | Aktualisiert am 01.06.2016
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  • pikachu  rapoo 06.03.2016
    Obergrenze? Bei der Preiserhöhung kennt die SBB keine Obergrenze. In zehn Jahren wird ein GA 20’000 Franken kosten.
  • Hans  Dobeli 06.03.2016
    Big Brother Pur , es wird so enden das sie einem säugling einen chip einpflanzen . George Orwell lässt Grüssen zum guten glück muss ich diesen cheese nicht mehr erleben.
  • Hans  Leser 06.03.2016
    Einmal mehr wird versucht, noch mehr Überwachung des Bürgers als Komfort für den Kunden zu verkaufen. Die nötige Gesetzesänderung wird den Datenschutz betreffen - und eine solche Änderung wird hoffentlich nicht ermöglicht. Die Einführung des Swisspass mit dem RFID Chip ist offenbar ein weiterer Schritt dazu. Schon vor ein paar Jahren wollte die SBB dieses Abrechnungssystem einführen, das wurde vom Datenschutz aber zurückgewiesen. Ich hoffe sehr, das ist auch dieses Mal der Fall sein wird.
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    06.03.2016
    Ein solches System ist seit 20 Jahren überfällig. Die Technik ist längst verfügbar. Das hätte man mit den RFID chips, die man für die Diebstahlsicherung in Ladengeschäften braucht machen können.
  • Marcos  Garcia aus Bubikon
    06.03.2016
    Aha, der SBB Kunde soll sich also keine Gedanken mehr machen müssen, weder über das Ticket, noch dessen Preis, noch sein Bewegungsprofil und das alles schon in zehn Jahren, wow, das nenne ich Fortschritt, ob man sich bis dahin auch keine Gedanken darüber mehr machen muss warum die Preise wieder steigen, warum man in der Stosszeit keinen Sitzplatz mehr findet, warum es im Sommer trotz Klimaanlage zu heiss ist, warum es zuwenig WCs hat, warum es montags heisst: wegen einer Stellwerkstörung...