SBB: Maxi-Ärger mit Minibar

  • Publiziert: 07.04.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Martin Messmer
play Sitzen viel zu oft auf dem Trockenen: Minibar-Stewart und Gast in der SBB. (Keystone)

BERN – Die SBB können in den Zügen oft keinen Kaffee servieren - die Kaffeemaschinen habe zu schwache Akkus. Jetzt rüsten die SBB auf.

Die SBB sind stolz auf ihre Minibars in den Zügen: «Sie sind weltweit die einzigen, welche über elektronisch betriebene Kaffeemaschine verfügen», wirbt die SBB-Tochter Elvetino, welche die Minibars betreibt, auf ihrer Homepage

Nur: Kaffee können die Minibar-Stewards in den Zügen gar nicht immer servieren. «Oft gibts keinen Kaffee mehr. Vor allem nachmittags erhalte ich praktisch nie einen. Auch andere Reisende nerven sich», klagt eine Pendlerin.

Bei den SBB ist das Problem bekannt. Schuld an der Kaffee-Misere sind leistungsschwache Akkus in den Kaffeemaschinen. «Es kann ab und zu vorkommen, dass wegen der Akkus kein Kaffee serviert werden kann», räumte SBB-Sprecher Roman Marti heute gegenüber Blick am Abend ein. «Das ist dann der Fall, wenn in einem Zug rekordverdächtig viel Kaffee verkauft wird. Dann kann der Akku zu Ende gehen».

Nun wollen die SBB dafür sorgen, dass in diese Kaffeemaschinen auch in allen Zügen zu allen Zeiten frischen Kaffee auschenken können. «Neue, leistungsfähigere Akkus sollen Abhilfe schaffen, welche wir noch diesen Monat testen werden», verspricht der SBB-Sprecher.

Allzu grosse Gewicht will er der Sache indes nicht beimessen: «Fehlender Kaffee bei der Minibar ist unterdessen selten ein Problem. Als Alternative steht zudem Instant-Cappucino und Tee bereit.» Zudem trete das Problem in Zügen mit Speisewagen nicht auf, ergänzt Marti. Denn: «Dort werden Reserveakkus für die Minibars mitgeführt.»

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