Sadomaso-Streifen Verherrlicht «Fifty Shades of Grey» Vergewaltigung?

Geht es im Film um sexuelle Vorlieben oder um Missbrauch? Eine Reddit-Nutzerin findet klare Worte für «Fifty Shades of Grey».

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Er sei nicht der «romantische Typ», sagt Christian Grey (Jamie Dornan) im Trailer zu «Fifty Shades of Grey». «Manche Leute sagen, ich hätte kein Herz. Anscheinend kennen sie mich gut.»

Grey ist herrschsüchtig, ein Sadist. Befriedigung findet er in der Unterwerfung anderer. Im Film zum Erotik-Bestseller gibt Studentin Anastasia Steele (Dakota Johnson) ihre Autonomie an ihn ab. Sie lässt sich fesseln und auspeitschen. Eine Sexualpräferenz? Nicht für Reddit-Nutzerin Ahhidk: Für sie ist es häusliche Gewalt oder sexueller Missbrauch.

Die Sicherheit bleibt auf der Strecke

Die Beziehung zwischen Grey und Steele habe nichts mit den Sexspielen BDSM (Bondage, Domination, Sadismus, Masochismus) zu tun. Sie stelle BDSM gar in ein schlechtes Licht. Und Ahhidk geht noch einen Schritt weiter: Dass Grey seine Filmpartnerin mit Alkohol gefügig mache, sei Vergewaltigung.

Der Film romantisiere Missbrauch. Bei BDSM sei Sicherheit ein wichtiger Faktor. Mit einem Signalwort zeige der devote Partner an, dass er eine Handlung stoppen wolle.

Sexueller Missbrauch chic verpackt

Dass Milliardär Grey bei «Fifty Shades of Grey» in einer Szene über dieses Sicherheitswort hinweghöre, komme einem sexuellen Übergriff gleich, so die Reddit-Nutzerin. Studentin Steele zeige im Film Angst vor Grey, halte Dinge geheim, um ihn nicht zu verärgern – so, wie dies auch Missbrauchsopfer täten.

Eine von fünf Frauen erfahre in ihrem Leben häusliche Gewalt. Durch den Film könne der Eindruck entstehen, dass Gewalt und Herrschsucht eine Berechtigung hätten. Sexuelle Übergriffe könnten unter dem Deckmantel BDSM stattfinden und Menschen könnten verletzt werden.

Schauspielerin mehrmals verletzt

Ob Missbrauch oder Liebesspiel – klar ist, die Szenen aus «Fifty Shades» sind gefährlich. Schauspielerin Dakota Johnson wurde bei den Dreharbeiten mehrmals verletzt. Einmal erlitt sie gar ein Schleudertrauma. Wie hart der Film tatsächlich ist, sehen Schweizer Kinobesucher ab dem 12. Februar. Das Interesse am Streifen ist riesig. Der Trailer dazu ist mit 36 Millionen Klicks auf Youtube der meistgesehene 2014. (mad)

Publiziert am 03.02.2015 | Aktualisiert am 03.02.2015
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7 Kommentare
  • Martin  Schärer , via Facebook 03.02.2015
    Ist doch egal ob da sexueller Missbrauch dargestellt wird. In jedem Dienstagskrimi gibt es Mord und Totschlag was viel schlimmer ist. Und da kräht kein Hahn danach. Ist ja nur ein Film.
  • Susana  Ilic 03.02.2015
    Es gibt schon immer Leute die um eine Mücke einen Elefanten mach !
    Glaube die Person hat die Bücher garnicht gelesen es geht um hingabe, verlangen, was soll da missbrauch statt finden?? Im Roman will es Anastasia Steel sie wird nicht gezwungen! Im zweiten Teil wird Anastasia bedrengt aber nicht von Grey sondern einen anderen und da sagt die deutlich NEIN!
    Langweilig das Thema bevor sich jemand wichtig machen will bitte erst lesen dann uteile. Nicht immer alles schlecht machen
  • Meier  Susi aus Luzern
    03.02.2015
    Hat irgend jemand einmal gesagt, das 50 Shades ein BDSM Buch ist? Es geht um Sex, Gewalt und Vertrauen, oder halt nicht. Dass sich hier eine unwichtige Emanze wieder ungefragt zu Wort meldet, spricht doch für sich. Wer will, soll, Wer nicht will, solls sein lassen.
  • Gerry  Kuster 03.02.2015
    Ich finde dieses Fifty Shades of Grey Thema ist inzwischen seit Monaten so ausgelutscht, dass ich langsam aber sicher nicht mehr glaube, dass der Film ein Kassenschlager wird. Das interessiert doch mittlerweilen keiner mehr.
  • Benno  Binder aus Zürich
    03.02.2015
    Vögle, was du vögeln kannst!
    • Simon  Peter 03.02.2015
      Das, Herr Binder, klingt auch nicht grad nach Einvernehmlichkeit...