S. P. (54) darf öffentlich nichts mehr zur Schule Bözberg AG sagen Maulkorb für den Knall-Lehrer!

Als hätte S. P. (54) nicht schon genug durchgemacht. Der Lehrer von Bözberg AG wurde von der Polizei abgeführt. Es gab eine Razzia bei ihm zu Hause. Er wurde von der Schule freigestellt. Und er erhielt am Ende auch noch eine Busse von der Staatsanwaltschaft. Dies alles, weil er seinen Schülern präventiv eine Softair-Pistole demonstrierte. Der vorläufige Höhepunkt: S. P. darf jetzt gar nichts mehr zum Fall sagen.

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Unterrichtet inzwischen an einer anderen Schule: S. P. (54), der ehemalige Lehrer von Bözberg. Ralph Donghi

Zum Knatsch zwischen dem Knall-Lehrer S. P.* (54) und der Schule in Bözberg AG sagt plötzlich niemand mehr etwas. BLICK weiss: Das Stillschweigen wurde am Montag vor der Schlichtungskommission in Aarau zwischen beiden Parteien vereinbart. «Es wurde abgemacht, dass das, was besprochen wurde, nicht an die Öffentlichkeit getragen wird», sagt Hanspeter Flückiger (43) von der Schulpflege.

Und der Anwalt von S. P. ergänzt: «Alles weitere wird im Interesse der Parteien vertraulich behandelt.»

Bekannt war: S. P. hatte andere Ansichten zu Lagerkosten, wurde dafür von der Schule ermahnt. Er kämpfte für eine Werkraumsanierung – erfolglos. Als er vor seiner Klasse eine Demonstration mit einer Softair-Pistole machte und in einen Eimer schoss, rief die Schule sogar die Polizei.

S. P. wurde – trotz super Zwischenzeugnis – im letzten Dezember freigestellt. Und er bekam von der Staatsanwaltschaft wegen leichter Widerhandlung gegen das Waffengesetz eine Busse von hundert Franken. Diese hat er akzeptiert (BLICK berichtete).

Der Lehrer hatte noch Fragen vor der Schlichtungskommission. Sein Hauptmotiv: «Kommunikationsverweigerung» seitens der Schule. Ob es am Montag nun eine Einigung zwischen den Parteien gab oder der Fall auf dem zivilrechtlichen Weg weitergeht, bleibt geheim. Fakt ist: Die Schule hat jetzt auch noch erreicht, dass der Lehrer öffentlich nicht mehr über den Fall Bözberg reden darf. Vorerst.

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 16.03.2016 | Aktualisiert am 16.03.2016
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6 Kommentare
  • Rolf  Hess 17.03.2016
    Redefreiheit und Meinungsfreiheit wird also auch schon abgeschafft, wenn es dem Diktator nicht in den Kram passt. In welcher Diktatur leben wir denn eigentlich? Vertuschen und verdecken heisst die neue Taktik von politisch und menschlich versagenden Schulbehörden.
  • Brian  Keller aus Dietikon/ZH
    16.03.2016
    Auch das ist eine Art, Probleme tot zu schweigen. Damit die Klägerin und Schulleiterin ja nicht zu Schaden kommt. Bedendklich!
  • Elias  Schnitzler aus St. Gallen
    16.03.2016
    Da scheint es aber viele faule Eier an der Schule zu geben.
    Jetzt wollen wir erst recht alles wissen und aufdecken ...
  • tom  weber aus bern
    16.03.2016
    Standart Vorgang bei den Behörden,,,,und wer zahlt alles..ja ,,,,Sie liebe Steuerzahler....und immer alles..... schön unter den Teppich kehren sitmmts ?
    • Marco  Weber 16.03.2016
      Normalerweise werden solche "Fälle" nicht vom Steuerzahler bezahlt Herr Weber!
    • Fritz  Blasimann 16.03.2016
      Herr Weber, seit wann werden Schulen nicht mehr von der öffentlichen Hand, sprich Steuerzahler bezahlt? Dazu gehören ebenfalls Rechtsstreite die mit der Schule zu tun haben. Einzig das Opfer der ganzen Intrige wird seinen Anwalt selber bezahlen müssen.