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Ehemalige Guantánamo-Häftlinge aufzunehmen stellt für den Tessiner FDP-Ständerat kein Sicherheitsrisiko für die Schweiz dar. Das machte Dick Marty in einem Interview mit swissinfo deutlich.
«Nehmen wir an, ich wäre einmal infolge einer Verwechslung oder einer Fehldiagnose in einer psychiatrischen Anstalt gelandet», sagte Marty. «Und plötzlich sagen die Ärzte, dieser Mann gehöre nicht hierher, man müsse ihn entlassen. Dann sagen alle, ich sei verrückt und krank, weil ich in der Psychiatrie war.» Solche Reaktionen in einem Rechtsstaat seien «unerhört», sagte Marty.
Er fragt sich, wer denn glaubhaft machen könne, dass die Sicherheit der Schweiz oder der Kantone durch drei Häftlinge aus Guantánamo in Gefahr gebracht werde. «Würde es sich um Milliardäre aus Russland handeln, die der Beziehung zur Mafia verdächtigt werden, würde man diese Leute aufnehmen.»
Der Bundesrat hatte vor rund zehn Tagen entschieden, die Aufnahme von Guantánamo-Gefangenen zu prüfen. Marty begrüsste diesen Schritt. Er entspreche der humanitären Tradition der Schweiz. (SDA/gux)
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FDP-Nationalrat Dick Marty: Ehemalige Guantánamo-Gefangene aufnehmen entspricht der humanitären Tradition der Schweiz. (Keystone)