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Der Nationalrat stimmt ab ... und Bundesrat Schmid muss kämpfen. (Reuters)
Kerngeschäft des Rüstungsprogramms ist der Kredit für die Modernisierung der F/A-18-Kampfjets. Das soll gut 400 Millionen Franken kosten (siehe Artikel: «Jetzt muss Schmid zittern»).
Bundesrat Schmid will das Rüstungsprogramm unbedingt durchbringen. Sonst ist er als Verteidigungsminister endgültig draussen.
Erstaunlich, nach all den Diskussionen um Bundesrat Schmid: Der Nationalrats-Saal ist halb leer! Doch es hagelt massive Kritik für Bundesrat Schmid.
Debatte zum Rüstungsprogramm.
Toni Bortoluzzi (SVP/ZH) schiesst gleich scharf: Er beantragt Ablehnung des Rüstungsprogramms! Begründung: Es gehe nicht darum, Bundesrat Schmid abzuschiessen. Sondern der Armee zu dienen.
Daher müsse erst einmal aufgeräumt werden bei der Armee: Material sei nicht einsatzbereit. Fahrzeuge mangelhaft. Die Ausbildung von Kaderleuten sei zum Teil «verheerend»! – «Diese Armee kann ihre Aufgabe nicht erfüllen.» So könnten keine neuen Gelder bewilligt werden.
In die gleiche Kerbe haut Christian Miesch (SVP/BL). Das Rüstungsprogramm von Schmid zu unterstützen wäre eine Verschwendung von Steuergeldern. Jetzt müsse der Bericht der Geschäftsprüfungskommission abgewartet werden, mit den Vorschlägen, wie mit den Missständen in der Armee aufzuräumen sei.
Geri Müller (Grüne (AG) fragt sich generell: Wofür brauchen wir überhaupt modernisierte oder neue Kampfjets? Und weiter: Man wisse gar nicht, wohn die Armee steuere. Welchen Bedrohungen sie standhalten solle. Daher: Ablehnung des Rüstungsprogramms!
Christian Wasserfallen (FDP/BE) vertritt eine Gegenposition. Das Programm abzulehnen bedeute eine Schwächung der Armee.
Josef Lang (Grüne, ZG): «Wer nicht weiss, wohin die Reise gehen soll, verdient keine Reisespesen.» Daher Ablehung! Die Armee sei schlicht nicht auf der Höhe der Zeit. Was zum Teil in der Offizierszeitschrift veröffentlicht werde, sei eher Science Fiction als Realität!
Hans Widmer (SP/LU) will das Rüstungsprogramm akzeptieren. Aber ohne den F/A-18! Das findet auch Evi Allemann (SP/BE).
Roland Borer (SVP/BE) vergleicht den Zustand der Armee mit der pleitegegangenen US-Bank Lehman: In solche Finanzlöcher investiere man nicht! Die Führung der Armee sei in wichtigen Bereichen nicht existent! Daher muss das Rüstungsprogramm abgelehnt werden.
(snx)