Rückschlag fürs Langenthaler Minarett

  • Publiziert: 17.04.2007, Aktualisiert: 03.01.2012

BERN – Es ist heiss umstritten, das Minarett, das Muslime in Langenthal bauen wollen. Nun stellen sich die Behörden auf die Seite der Nachbarn: Vorläufig gibts kein Okay für den Gebetsturm.

Die Langenthaler Muslime müssen weiter auf ihr Minarett warten: Die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) hat die Beschwerden der Nachbarn zum Umbau des Islamischen Kultuszentrums gutgeheissen und damit die Baubewilligung der Stadt Langenthal vom vergangenen Dezember aufgehoben.

Der Sachverhalt sei in verschiedenen Punkten unvollständig abgeklärt, schreibt der Kanton. Es fehle ein Betriebs- und Nutzungskonzept, um zu beurteilen, ob das Bauvorhaben in der Wohnzone zonenkonform sei, und ob die Lärmimmissionen für die Nachbarschaft zumutbar seien. Zudem fehle jede Abklärung, ob für das Führen des Vereinslokals eine gastgewerbliche Bewilligung nötig sei.

Ohne Nutzungskonzept sei auch unklar, ob den Besuchern des Kultus- und Begegnungszentrums bei grossen Anlässen genügend Parkplätze zur Verfügung stünden. Damit liegt der Ball wieder bei der Stadt Langenthal: Sie muss zur Fortsetzung des Baubewilligungsverfahrens über die Akten. Gegen das Bauvorhaben waren über 70 Einsprachen eingegangen. 20 Einsprecher erhoben Beschwerde bei der BVE.

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