
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Im «TeleZüri»-Interview wirft Roland Nef seinem früheren Chef, Bundesrat Samuel Schmid vor, er habe ihn fallen lassen, ihm von einem Tag auf den anderen das Vertrauen entzogen.
«Ich habe das Interview mit Roland Nef nicht gesehen», sagt alt Bundesrat Samuel Schmid (63) gestern zu BLICK. Denn er könne «TeleZüri» bei sich in Rüti bei Büren BE gar nicht empfangen.
«Selbst wenn ich es also hätte schauen wollen, es wäre technisch nicht möglich gewesen», erklärt er. Er habe sich aber in verschiedenen Printmedien darüber informiert.
«Für mich war das Privatsache»
Schmid: «Dazu kann ich nur sagen, dass ich noch heute nicht genau weiss, was vorgefallen ist. Roland Nef hat mir nie gesagt, was eigentlich passiert ist. Für mich war das Privatsache.»
Zu den Vorwürfen des Ex-Armeechefs, er sei von Schmid menschlich enttäuscht gewesen, habe sich im Stich gelassen gefühlt, sagt Schmid: «Roland Nef wurde entlassen, weil er nicht mit der nötigen Offenheit gespielt hatte.»
Schmids folgenschweren Fehler
Samuel Schmid hat vor der Ernennung Nefs den Gesamtbundesrat nicht über das Strafverfahren informiert. Der Fall Nef wurde von der Geschäftsprüfungskommission GPK untersucht. Sie kamen zum Schluss, dass Schmid einen «folgeschweren Fehler» beging, als er Nef als Armeechef einstellte.
Ob Schmid wirklich nicht über den Inhalt der Strafanzeige gegen Nef Bescheid wusste, konnte die GPK nicht klären. Die Sicherheitsprüfer hätten Nef «halbherzig» aufgefordert, Schmid zu informieren.