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Der Basler Pharmakonzern Roche wird weiterhin monatlich rund 33 Millionen Packungen des Grippemedikaments Tamiflu produzieren. Die angekündigte Impfung gegen die Schweinegrippe ändere an diesen Plänen nichts, sagte Roche-Pharamchef William M. Burns heute.
Bis zum Jahresende will der Konzern rund 400 Millionen Packungen des Grippemedikaments produziert haben. Dies auch im Hinblick auf die saisonale Grippe, die in Europa erst im Winter eintreffen wird. Der Umsatz für Tamiflu werde in diesem Jahr bei zwei Milliarden Franken liegen, sagte Burn.
Er betonte, dass die Schweinegrippe nicht «so tödlich sei wie ursprünglich angenommen». Die Mehrheit der Krankheitsfälle verlaufe milde. Trotzdem hätten bisher 96 Regierungen über 270 Millionen Behandlungseinheiten des Medikaments bezogen.
Der Konzern rechnet damit, dass Tamiflu auch nach Einführung einer Impfung zur Prophylaxe eingesetzt wird. Vor allem Menschen, die mit Grippekranken Kontakt hatten, empfiehlt das Unternehmen die Einnahme zur Vorbeugung.
Ursula Flückiger von der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie bestätigte, dass die Diskussion über den Einsatz von Tamiflu zur Prophylaxe trotz angekündigter Impfung weitergehe.
Auch wenn die Krankheit milde verlaufe, müssten Ärzte und Pflegepersonal geschützt werden. Diskutiert werde weiterhin die vorbeugende Behandlung von schwangeren Frauen und Personen mit chronischen Krankheiten. Tamiflu sei schon immer als Therapie- und Prophylaxemedikament eingesetzt worden. (SDA)
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Ein Bombengeschäft: Roche rechnet mit einem Umsatz des Grippemedikaments von zwei Milliarden Franken in diesem Jahr. (Keystone)