Robert Planzer bekam im La Chica einen 230-Volt-Stoss «Hier traf mich der Schlag»

ERSTFELD UR - Als Robert Planzer im La Chica in Erstfeld aufs Klo ging, traf ihn buchstäblich der Schlag. Im Dunkeln griff er in ein Loch, mit freiliegenden elektrischen Drähten.

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Robert Planzer (43) ist immer noch geladen. Als er kürzlich morgens im Restaurant La Chica in Erstfeld UR aufs Klo ging, bekam er ­einen Stromschlag. Im Dunkeln hatte der Urner nach dem Lichtschalter getastet. In der Wand war aber nur ein Loch und darin zwei Drähte. Planzer bekam die volle Ladung einer 230-Volt-Steckdose zu spüren. «Das war ein Riesen-Schock für mich», sagt er. «Bis hinauf zur Brust hat sich mein Arm verkrampft.»

Sofort beschwert sich Stammgast Planzer bei der Serviertochter und den Wirten. Die nehmen sein Anliegen jedoch nicht ernst. «Sie lachten mich nur aus», sagt er. «Es ist eine Frechheit. Man fragte mich sogar noch, ob ich den offenen Lichtschalter nicht abkleben könne.» 

Der selbständige Sicherheits-Chef findet das alles andere als lustig: «Den Vorfall darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Kinder, Senioren oder gebrechliche Leute hätten sterben können.» Zum Glück lief es bei ihm glimpflich ab. Planzer hat einen Verdacht: «Dieser ­Automaten-Klaus, ein lokaler Hobby-Elektriker, pfuschte am Lichtschalter herum.»

BLICK konfrontiert Wirtin Daisy Schuler mit den Vorwürfen. Sie räumt ein: «Ja, es ist dumm gelaufen.» Sie macht auch keinen Hehl daraus, dass Automaten-Klaus am Schalter gewerkelt hat. Er machte aber zwischendurch immer wieder seine Kafi-Pausen. «In genau dieser Zeit ging Planzer wohl aufs WC», sagt sie. Er habe den Zettel mit der Aufschrift «Defekt» neben dem Schalter übersehen, das sei aber auch nicht seine Schuld gewesen. Dummerweise hängte Schuler das Warnschild in die dunkle ­Toilette, «ohne gross nachzudenken».

Tage nach dem Vorfall ist der Lichtschalter immer noch offen. Einzig die Drähte sind nicht mehr sichtbar, und das Licht geht automatisch an. «Vandalen zerstörten den Schalter am letzten Samstag in der Nacht», sagt Wirtin Schuler. «Deshalb müssen wir ihn flicken.» Ihr tut der ganze Vorfall leid: «Planzer bleibt natürlich ein gern gesehener Stammgast.» Sie schätze ihn. Er sei ein lieber Kerl. Sie hofft, dass er bald wieder vorbeischaut und mit ihr auf den Schrecken anstösst – natürlich auf Kosten des Hauses.

Publiziert am 23.09.2016 | Aktualisiert um 22:13 Uhr
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  • Eric  Lang aus Aarau
    23.09.2016
    Passiert tagtäglich irgendwo auf der Welt, mit dem einzigen Unterschied, dass da keine Mimose zu den Zeitungen rennt und flennt!
    So etwas regelt man vor Ort und die Sache ist damit abgeschlossen.
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