Prozess um Mordversuch wegen Sorgerechtstreit Richterin lässt BLICK nicht berichten

  • Publiziert: 15.08.2012
  • Von Adrian Schulthess
play Der Stein des Anstosses: Dieses 6 Jahre alte Bild von Rolf S. und seinem Baby. Rolf S. stellte BLICK das Foto zur Verfügung: «Ich habe mir das gut überlegt.»

«Das ist ein Skandal», sagt Rolf S. Sein Verdacht: Es soll verhindert werden, dass Schlampereien ans Licht kommen.

Der zweite Tag im Mordversuchsprozess gegen Miriam S.* (34) am Strafgericht Liestal fand ohne BLICK statt. Weil Gerichtspräsidentin Jacqueline Kiss (59) der Artikel in der gestrigen Ausgabe nicht passte. BLICK hat dazu ein Foto von Miriams Ex-Mann Rolf S.* (40) mit seinem Sohn Matteo (6) abgedruckt.

Ein sechs Jahre altes Babyfoto. «Auf dem Foto ist er ja noch ganz klein», sagte Rolf S. aus Bubendorf BL gestern zu BLICK. «Ich habe mir das gut überlegt, als ich das Foto zur Verfügung stellte. Niemand auf der ganzen Welt wird ihn aufgrund dieses Fotos erkennen.»

Nach einer Standpauke verbannte das Gericht die Reporterin mit einem energischen «Sie dürfen jetzt gehen!» aus dem Saal. Die Richterin will verhindern, dass BLICK weiter vom Prozess berichtet!

«Das ist ein Skandal», sagt Rolf S. «Das darf nicht sein. In den letzten Jahren ist seitens der Behörden so viel schiefgelaufen. Ich habe den Eindruck, man will verhindern, dass weitere Schlampereien ans Licht kommen. Weil niemand zu seinen Fehlern stehen will.» Rolf S. ist es wichtig, dass über den Fall berichtet wird. Fast vier Jahre musste er auf den Prozess warten.

Seine Ex-Frau Miriam verabreichte dem kleinen Matteo am 21. August 2008 drei Lioresal-Tabletten. Ein starkes Medikament für Querschnittgelähmte. Statt mit Matteo zum Arzt zu gehen, ruft sie die Hotline von Hellseher Mike Shiva (48) an. Der Bub wäre fast gestorben!

Heute darf Rolf S. Matteo nur noch alle zwei Wochen sehen. «Das werde ich nie verstehen. Die Behörden lassen meinen Sohn bei jener Frau, die ihn fast getötet hätte. Statt ihn mir anzuvertrauen.» Auch während der Gerichtsverhandlung bleibt der Bub bei seiner Mutter!

«Ich denke jeden Tag an ihn», sagt Rolf S. «Ich habe Angst um Matteo. Um sein Leben. Angst, dass sie ihm etwas antut. Nur, um mir eins auszuwischen.» Sein Bub gebe ihm Kraft, sagt Rolf S. «Er ist der Halt in meinem Leben. Dank ihm schaffe ich das alles. Er ist mein Antrieb.»

Rolf S. wird seinen Sohn erst im September wiedersehen. «Seine Mutter wollte, dass der Besuchstermin während des Prozesses ausfällt», sagt Rolf S. Beim nächsten Termin kann das Urteil gegen Miriam S. schon vorliegen. Es soll am 31. August folgen.

* Namen der Redaktion bekannt

Beliebteste Kommentare

  • Tom  Schweizer , Windisch links
    Der Sohn ist tatsächlich noch bei dieser gefährlichen fast-Kindermörderin und Rabenmutter?? Hee ihr Beamten und Sozialamt-Entscheider, habt ihr Euch heute schon einmal im Spiegel betrachtet? Und konntet ihr euch dabei mit gutem Gewissen in die Augen schauen? Stellt Euch mal vor, es würde um euer Kind gehen!!! Einfach nur traurig und unverständlich!
  • Maria  Birrer , via Facebook
    das ist einfach nicht normal¨das Kind bei so einer Frau zu lassen.wäre doch besser aufgehoben im Heim wenn es nicht beim Vater sein darf.
    • 15.08.2012
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Alle Kommentare (7)

  • Ado  Rastoder , Zürich , via Facebook
    einfach nur,erbaehrmlich,,traurig und beschaemend,,die gerechtigkeit wird siegen und au die schweizer gerichte usw.,ist bei solcjen faellen kein verlass,,ein pfusch nach dem andern....
    • 16.08.2012
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  •   Sandra Bitterli , Hâgendorf
    Unglaubliche Geschichte und das in der Schweiz!!?? Unverstândlich!!
    Ich wünsche dir Rolf ganz viel Kraft und unendliche Hoffnung!! Die Gerechtigkeit wird siegen!! DrückdieDaumenganzfest...
    • 15.08.2012
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  • Michael  Meienhofer , Ostermundigen
    Beamtenwillkür zum Zweiten ? Immer wenn Gerichtsverhandlungen solange hin und her geschoben werden bleibt ein schaler Geschmack zurück - über die Fähigkeit einzelner Staatsdiener und deren transparenter Kommunikation, besonders dann, wenn die Presse auch noch aus dem Gerichtssaal verwiesen werden- Quo vadis freie schweizer Presse? Was meinen die involvierten politischen Parteien dazu? Vermutlich mauern sie auch - sie stellen ja bekanntlich die die Richter....
    • 15.08.2012
    • 27
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  • August  Sommerhalder , Amriswil
    Nur wer einmal persönlich mit der Schweizer "Justiz" in Kontakt kam, kennt die bodenlose Arroganz dieser Damen und Herren.
    Es ist absolut nötig, deren Gebaren der Öffentlichkeit umfassend zur Kenntnis zu bringen. Vorallem sollen die "Akteur/e/innen" namentlich bekannt gemacht werden - in der bisherigen Anonymität weden sie immer überheblicher und anmassender.
    • 15.08.2012
    • 54
    • 2
  • Maria  Birrer , via Facebook
    das ist einfach nicht normal¨das Kind bei so einer Frau zu lassen.wäre doch besser aufgehoben im Heim wenn es nicht beim Vater sein darf.
    • 15.08.2012
    • 96
    • 7
    • jessica  black , bern
      Unglaublich...! Hier werden die Rechte des Vater und Mannes mit Füssen getreten und die Sicherheit des Kindes gefärdet!
      • 15.08.2012
      • als Kommentar auf Maria  Birrer
      • 50
      • 1
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