Rettungsübung im Tunnel: 400 Testpersonen aus dem Gotthard evakuiert

Im Gotthard-Basistunnel, der im Dezember in Betrieb geht, ist heute eine grosse Evakuationsübung durchgeführt worden. Die 400 Passagiere sind sicher aus einem defekten Neigezug an die frische Luft gebracht worden.

400 Testpersonen aus dem Gotthard evakuiert

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«Piora» war eine von mehreren Rettungsübungen, mit der die SBB die Inbetriebnahme des 57 Kilometer langen Tunnels vorbereitet. Es war die erste, bei der eine grosse Anzahl Passagiere aus dem zweiröhrigen Tunnelsystem ins Freie gebracht werden musste.

Die Übungsanlage sah vor, dass ein Richtung Süden fahrender mit 400 Figuranten besetzter Neigezug acht Kilometer vor dem Südportal einen Defekt erleidet. Der Lösch- und Rettungszug fuhr von Bodio TI in den Tunnel, um wie vorgesehen den Zug mit den Passagieren abzuschleppen.

Wegen blockierten Bremsen konnte der Zug indes nicht ins Freie gebracht werden, weshalb eine Evakuation beschlossen wurde. Die Passagiere mussten den Zug verlassen und durch Querschläge in die andere Tunnelröhre gehen. Dort wurden sie von einem anderen Zug wieder zurück ins Freie gebracht.

Ziel von «Piora» war es, die Prozesse zu üben. SBB-Übungsleiter Daniel Schlup sagte in Altdorf, er habe die Übung wie vorgesehen durchziehen können. Die Sicherheit der Figuranten sei jederzeit gewährleistet gewesen.

Die SBB müssen gemäss Vorgaben innerhalb von 90 Minuten die Passagiere an die frische Luft bringen können. Diese Zeitvorgabe sei um rund zehn Minuten überschritten worden, sagte Schlup.

Begründet wurde dies damit, dass beim defekten Zug nicht alle Türen gleichzeitig geöffnet worden seien, sondern die Evakuation wagenweise vorgenommen wurde, dies mit Rücksicht auf die engen Platzverhältnissen im Tunnel und das Gepäck, das mitgeführt wurde.

Da es nicht gebrannt habe, habe die Verzögerung keinen Einfluss auf die Sicherheit gehabt, sagte Schlup. In einem Ernstfall mit Brand müssten die Passagiere ohne Gepäck den Zug verlassen.

Für die Übung stellten sich Freiwillige aus der ganzen Schweiz zur Verfügung. Nach Angaben der SBB war das Interesse, sich als Figurant zur Verfügung zu stellen, gross. Auch für die nächste und letzte Rettungsübung vom 19. März mit noch mehr Figuranten konnten bereits genügend Freiwillige gefunden werden.(SDA/kra)

Publiziert am 27.02.2016 | Aktualisiert am 27.02.2016
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2 Kommentare
  • Guido  Petermann aus Buochs
    28.02.2016
    Das viele Personal im Zug wird dann sicher zum Standard gehören? Oder SBB? Bei meiner Evakuierung war der arme Zugchef alleine gegen ca 150, für ihn gefühlt sicher 1000! Übung gut, aber jeder der solches erleben kann, sollte das 1:1 mitmachen! Nicht zu Show Zwecken, sowas Missbrauchen!!
  • Danni  Stufer 28.02.2016
    Die Bahn hat 2 Röhren, obwohl sie auf Schiene fährt. Die Autos haben Gegenverkehr, obwohl dort Lastwagen und alles rumgurkt, und leider nicht auf Schienen. Bitte stimmt ja zur zweiten Röhre!