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Punkt 17 Uhr verstummten die wummernden Bässe der Love Mobiles. Rund um das Zürcher Seebecken hielten die Raver den Atem an. Wildfremde Menschen reichten sich die Hände, andere umarmten sich.
Schweigeminute bei der Party
Eine Minute lang wurde getrauert – im Gedenken an die 21 Opfer der Loveparade von Duisburg vor genau drei Wochen. «Es herrschte Gänsehaut-Stimmung», sagt Street-Parade-Sprecher Stefan Epli.
Seit der Tragödie in Deutschland stand die Street Parade im Fokus der Weltpresse. Zu Dutzenden reisten Journalisten nach Zürich und warteten auf den kleinsten Zwischenfall – doch nichts geschah. Die Parade ging so friedlich wie immer über die Bühne.
Besucher-Rekord bei Regenwetter
Und trotz miesem Wetter schätzten die Organisatoren die Besucherzahl auf 650000 Raver. Ein Rekord an einem Regentag. «Wir haben Besucher da, die vor Duisburg nicht mal wussten, dass es uns gibt und wohl nur aus Neugierde nach Zürich reisten», sagt Epli.
Auch die Polizei meldete keine grösseren Probleme. Bis zum Abend behandelten die Sanitäter 344 Personen, meist wegen Prellungen, Stauchungen, Schnittverletzungen oder übermässigen Alkohol- und Drogenkonsums.
29 Patienten mussten ins Spital, 42 Personen wurden in der Patientensammelstelle wegen ihres zu heftigen Rausches betreut. Die Polizei nahm mehrere Drogenhändler fest.
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