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Nicht mal zwei Polizisten auf der Strasse konnten ihn stoppen: Als der Serbe im Jahr 2003 trotz ihrer Stoppsignale weiter aufs Gas drückte, mussten sich die Beamten mit einem Sprung in Sicherheit bringen. Das ist nicht die einzige Missetat, die der Raser auf dem Kerbholz hat: Mindestens zwei weitere Male war er viel zu schnell auf Luzerner Strassen unterwegs.
Seine Liebe zur Geschwindigkeit wäre ihm dabei beinahe zum Verhängnis geworden: Er baute einen Selbstunfall, bei dem er sich schwer verletzte. Doch nicht mal das konnte den Unbelehrbaren läutern: Wieder zusammengeflickt, blochte er nur acht Monate später mit 190 Stundenkilometern über die A2 von Sursee nach Luzern.
Kein Wunder, konnte er von den Luzerner Richtern wenig Milde erwarten. Das Obergericht bestätigte nun ein Urteil des Kriminalgerichts aus dem April 2006. Wegen mehrfacher Gefährdung des Lebens, Gewalt und Drohung gegen Beamte sowie grober Verletzung von Verkehrsregeln kassierte der 27-Jährige eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren.
Acht Monate davon muss der Serbe wirklich absitzen, für die restlichen sechzehn Monate gilt eine Probezeit von vier Jahren. Zudem muss der Angeklagte die Verfahrenskosten von 17500 Franken bezahlen.
Dennoch kommt er noch mit einem blauen Auge davon: Das Gericht hob die vor knapp zwei Jahren gegen ihn verhängte bedingte Landesverweisung auf und reduzierte auch die Busse von ursprünglich 3000 auf 600 Franken.
Warum die Milderung des Urteils? Der Raser zeige Einsicht und habe einen «glaubhaft gemachten Reifeprozess» hinter sich, begründet das Gericht.
Es bestehe Hoffnung, dass sich der Mann – insbesondere im Strassenverkehr – künftig an die Normen halten werde. Waren dafür wirklich ein fast tödlicher Crash und acht Monate Knast nötig? (SDA/hhs)