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Der traditionsreiche Klub stieg nach einer 0:2-Niederlage gegen Bellinzona in die Challenge League ab und muss die nächste Saison erstmals seit 1993 in der zweithöchsten Spielklasse verbringen.
Das erzürnte viele Fans. Trotz massiver Sicherheitsvorkehrungen richteten sie im alterwürdigen Stadion einige Verwüstungen an. Drei Polizisten und vier Securitasleute wurden dabei leicht verletzt.
Die Polizei war kurz vor Spielschluss mit einem Grossaufgebot einmarschiert. Rund 70 Polizisten in Kampfmontur und weitere 50 Sicherheitsleute hinderten die Fans am Betreten des Spielfelds.
Die Fans harrten zunächst auf den Zuschauertribünen im ausverkauften Stadion aus und nahmen mit lauten Gesängen von «ihrem» Stadion Abschied. Nach 22 Uhr wurde die Stimmung aggressiv.
Die zum Teil vermummten Fans bewarfen die Polizisten von der Tribüne aus mit Gegenständen. Die Polizei setzte Gummischrot und Tränengas ein, zog sich dann aber zurück und liess die Menge auf den Rasen. Die Fans brachen das Tor auf der Südseite des Spielfelds ab und bedienten sich mit «Souvenirs» wie Plastiksitzen.
Angaben des Schweizer Fernsehens SF, wonach mehrere Dutzend Personen festgenommen worden seien, konnten zunächst nicht bestätigt werden.
Das Barragespiel vom Dienstag war der letzte Auftritt des FC St. Gallen im Espenmoos. In der kommenden Saison spielt die Mannschaft im neuen Stadion in St. Gallen-Winkeln. Das Espenmoos diente dem FCSG seit 1910 als Heimstadion; nun wird es zurückgebaut und soll dereinst ein öffentlicher Fussballplatz werden.
Kein Einzelfall
Bereits Anfang Mai hatten Ausschreitungen nach Super-League- Spielen in Bern und Basel für Schlagzeilen gesorgt. Die Verantwortlichen der Euro 2008 wiesen damals Sicherheitsbedenken in Bezug auf das Turnier im Juni zurück.
Nach ihrer Einschätzung ist an der Euro ein ganz anderes Publikum zu erwarten als an den Schweizer Meisterschaftsspielen. Der Schweizer Turnierdirektor Christian Mutschler räumte allerdings ein, es gebe Optimierungsbedarf. (SDA)