Rätsel um Leichenfund in Soulalex gelöst Walliser Ehepaar starb wohl an gebrochenem Herzen

SOULALEX VS - Die Leichen einer Frau (†83) und eines Mannes (†61) wurden im Juni in ihrer Wohnung gefunden – ohne jeglichen Hinweis auf die Todesursache. Nun hat die Staatsanwaltschaft eine Vermutung: «Simultanversterben»

Leichenfund in Soulalex VD gelöst: Ehepaar verstirbt simultan play
Ein älteres Ehepaar starb im Juni an Simultanversterben. (Symbolbild) imago stock&people

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Mysteriöser Leichenfund letzten Juni in Soulalex VS: Weder die Frau (†83) noch der Mann (†61) wiesen Verletzungen auf, eine Dritteinwirkung wurde ausgeschlossen. Der Gemeindepräsident Jean-Francois Thetaz sprach von «bizarren Umständen» (BLICK berichtete).

Nun ist klar: Das Ehepaar verstarb eines natürlichen Todes. Speziell bleibt der Todesfall trotzdem: Die Walliser Staatsanwaltschaft vermutet als Todesursache ein Simultanversterben des Paares.

Leichenfund in Soulalex VD gelöst: Ehepaar verstirbt simultan play
Im kleinen Walliser Dorf Soulalex wurde das tote Ehepaar letzten Sommer gefunden. orsieres.ch

Wie in der griechischen Mythologie

Das Simultanversterben von Ehepaaren wird auch «Philemon und Baucis»-Syndrom genannt: In Anlehnung an das Paar aus der griechischen Mythologie, das sich bis zum gleichzeitigen Tod liebte.

Die betagte Frau litt unter Diabetes. Der Mann könnte durch einen Epilepsie-Anfall oder einen Herzschlag verstorben sein. Es könnte aber auch sein, dass der Mann den Tod seiner Frau nicht verkraftet habe, sagte der Staatsanwalt.

Bei den Autopsien der Leichname wurde keine Einwirkung von Dritten gefunden, wie der zuständige Staatsanwalt Grégoire Comtesse heute der Nachrichtenagentur sda sagte. Er bestätigte damit Berichte der Zeitungen «Le Matin» und «Le Nouvelliste". Das Haus des Ehepaars war zudem mit einem Schlüssel von innen verschlossen und die leblosen Körper wiesen keine Schläge oder giftige Substanzen auf. Die Staatsanwaltschaft geht deshalb von einem natürlichen Tod aus, auch wenn die genaue Todesursachen nicht eindeutig geklärt werden konnten.

Letzter dokumentierter Fall vor fünf Jahren

Fälle von Simultanversterben sind extrem selten, der Walliser Staatsanwalt Grégoire Comtesse konnte sich an keinen anderen in seiner Laufbahn erinnern.

Einen ähnlichen Fall gab es 2011 im Peseux NE. Dort wurden die leblosen Körper eines älteren Ehepaars gefunden. Bei den Untersuchungen konnte ebenfalls jegliche Anwendung von Gewalt ausgeschlossen werden, worauf von einem Simultanversterben ausgegangen wurde. (SDA/kra)

Publiziert am 10.01.2017 | Aktualisiert am 10.01.2017
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