Rätsel-Morde von Rupperswil AG: Was suchen sie nach 8 Wochen im Todeshaus?

Sind die Ermittler beim ungelösten Vierfach-Mord von Rupperswil AG einen vielleicht entscheidenden Schritt weitergekommen? Sicher ist: Gestern beobachtete BLICK neun Beamte in Schutzkleidern beim Mordhaus.

Was suchen Ermittler noch im Haus?

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Es sind gespenstische Szenen, die sich gestern im Spitzbirrli-Quartier in Rupperswil AG abspielen. BLICK wird Zeuge, wie gegen zehn Uhr am Haus der toten Familie Schauer ein erstes Auto vorfährt. Ein Mann und eine Frau steigen aus. Sie öffnen das Garagentor, gehen rein und ziehen sich weisse Overalls, Mundschutz, Handschuhe und Schuhüberzieher an.

Kurz darauf kommen die beiden wieder auf den Vorplatz, schliessen das Tor und entfernen das Siegel an der Haustür. Datiert: 4. Februar. An diesem Tag waren die Ermittler letztmals an dem Ort, wo Carla Schauer (†48), ihre Söhne Davin (†13) und Dion (†19) sowie dessen Freundin Simona F.* (†21) am 21. Dezember 2015 getötet wurden.

Die Beamten gehen immer wieder ein und aus. Die Tür ist nur kurz offen. Dennoch dringt Gestank ins Freie. Vom Feuer, das die Täter nach der Tat legten. Was suchen die Ermittler jetzt noch im Haus? Müssen neue Erkenntnisse oder Aussagen mit dem Tatort verglichen werden?

Gegen 10.30 Uhr fährt ein zweites Auto vor. Sieben Männer in Zivil steigen aus. Einer begrüsst den BLICK-Reporter. «Sie dürfen Fotos machen. Einfach genug Abstand halten», sagt der Kantonspolizist.

Während einige Männer sich vor dem Haus umschauen, gehen die ersten in die Garage, ziehen sich Schutzkleider über und betreten das Haus. Dann blitzt es in der Küche – vermutlich ein Fotoapparat. Draussen wird über die Täter gerätselt. Die Walkerinnen Claudia Beeler (47) und Doris Maurizzi (49) vermuten, es waren Profikiller: «Vielleicht ein Auftrag aus dem Umfeld der Getöteten?»

Kurz vor zwölf Uhr verlassen alle neun Personen das Haus, legen die Schutzkleider ab und fahren davon. Bernhard Graser von der Kantonspolizei bestätigt: «Es waren eigene Ermittler und auswärtige Spezialisten.»

Gibt es endlich eine heisse Spur, eine Verhaftung? Sandra Zuber von der Staatsanwaltschaft sagt: «Die Strafverfolgungsbehörden arbeiten nach wie vor auf Hochtouren an der Klärung des Tötungsdelikts.» Dass jemand verhaftet wurde, bestätigt sie nicht. Aber: Staatsanwaltschaft und Polizei würden in «absehbarer Zeit» näher informieren.

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 17.02.2016 | Aktualisiert am 17.02.2016
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Trauergottesdienst in Rupperswil «Die Morde haben mich schwer getroffen»

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24 Kommentare
  • Benedikt  Richter aus Bern
    17.02.2016
    Ja liebe Blick Leser und Kritiker.
    Was an der PK von Donnerstag mitgeteilt wird, wird nichts Neues sein.
    Einige werden sich in Szene setzen.
    Aber echte Fakts wirds nicht geben.
    Die wichtigsten ersten zehn Tage sind längst ab gelaufen.
    Hoffe der Fall wird doch noch aufgeklärt.
    Die Schreiberlinge Markwalder/ Meyer werden es am Donnerstag selber erleben.
    PK nichts konkretes.
    Sherlock Holmes aus Bern lässt grüssen.
    Wetten dass?
  • Ernst  Rietmann aus Weinfelden
    17.02.2016
    Liebe Medien, lasst doch einfach die Polizei ihre Arbeit machen, die wissen selbst am besten, was sie nachträglich noch untersuchten. Aber so ist es doch gut: lieber über Ermittlungen schreiben und damit vielleicht die Täter sogar noch warnen und damit die Ermittlungen behindern. Im nächsten Bericht heisst es dann, die Polizei sei unfähig...
  • Steinle  Jeannette 17.02.2016
    Den Kommis zufolgen, gibt es hier etliche Profis die den Fall mit Sicherheit gelöst hätten. Tatort lässt grüssen... Ich bin überzeugt das die Ermittler alles daran setzten, diesen brutalen Fall zu lösen. Was hinter den Kulissen läuft und passiert, wird aus taktischen Gründen nicht kommuniziert und dass ist gut so.
  • Camille  LaFontaine aus Bern
    17.02.2016
    Vielleicht ist jemand der Profi-Ermittler endlich zur Erleuchtung gekommen, dass jemand aus dem Umfeld (ex-Mann, Partner?) mit den Morden zu tun haben könnte und haben dann die Suche nach ihnen im Haus begonnen? Guter Anfang!
    •   Reto Markwalder aus Schwyz
      17.02.2016
      Ja genau, darauf ist die Polizei natürlich noch nicht gekommen.
      Superschlauer Kommentar...
  • Michael  Tomov aus Koror
    17.02.2016
    Ja, die werden informieren, aber wohl eher nach der Abstimmung vom nächsten Sonntag. Denn, falls es Kriminaltourismus war oder Profikiller aus dem Osten, dann könnte das der DI zum Durchbruch verhelfen, und das will man ja nicht...
    • Marco  Weber 17.02.2016
      Genau weil die DI in beiden Fälle nichts damit zu tun hätte!
    • Claudio  Moser 17.02.2016
      Ihnen ist schon klar das bei kriminaltouristen mit annahme der durchsetzungsinitiative nichts getan werden kann? Jemand der nicht hier wohnt, kann auch nicht ausgeschaffen werden. Aber vielleicht können sie mir ja den zusammenhang erklären?
    • Ernst  Rietmann aus Weinfelden
      17.02.2016
      Herr Tomov, ich weiss nicht was Ihr Kommentar soll. Die DI hat auf die Kriminaltouristen überhaupt keinen Einfluss, was aber die SVP wohlweislich nicht sagt. Die DI bezieht sich auf Personen, die in der Schweiz wohnhaft sind. Soweit ich weiss und wie dies auch schon in Fernsehreportagen kam, wohnen die Kriminaltouristen im Ausland und kommen z.B. für Einbrüche in die Schweiz, um danach sofort wieder zu verschwinden.
    • Rodolfo  Carlin aus Zuchwil
      17.02.2016
      Da würde mich nichts wundern,wenn der Täter gar nicht aus dem Ausland kommt.Man sollte aufhören immer gleich bei jedem Verbrechen einen Ausländer zu vermuten.