Radar war gestern - Heute «blitzen» Kristalle

  • Publiziert: 24.10.2006, Aktualisiert: 02.01.2012
  • von reto kohler

ZÜRICH – Nicht in jeder Radarfalle steckt ein Radar. Die Technik war schneller.

Radarwellen sind ein bisschen wie Schallwellen. Nur hört man sie nicht. Das Radargerät schleudert die Wellen in Richtung eines Zieles, zum Beispiel eines fahrenden Autos.

Wenn die Wellen das Radargerät verlassen, haben sie eine fest definierte Wellenlänge. Beim Aufprall auf das Auto ändert sich die Wellenlänge. Dann werden sie zurück ins Gerät reflektiert. Dieses misst die neue, veränderte Wellenlänge.

Aus dem Unterschied zwischen der gesendeten und der empfangenen Wellenlänge errechnet das Gerät die Geschwindigkeit.

Doch Radar war gestern. Heute sind Piezo-Kristalle der Knüller in der Geschwindigkeitsmessung. Sie liefern die genausten Werte.

Die Kristalle geben Strom ab, wenn man sie verformt. Etwa dann, wenn man sie in die Strasse eingräbt und Autos drüberfahren. Legt man kurz hintereinander zwei Piezo-Streifen, kann man messen, wie lange ein Auto braucht, um die Distanz zwischen den Kristallen zurückzulegen. Daraus berechnet man die Geschwindigkeit.

Das Gleiche passiert mit sogenannten Induktionsschleifen. Auch sie geben Strom ab, wenn Autos drüberfahren. Die Messungen sind aber nicht so genau wie mit Piezo-Kristallen.

Auch mit Laserstrahlen kann die Polizei Geschwindigkeiten messen. Sie richtet den gebündelten Lichtstrahl auf das Auto und misst so die Änderung des Abstandes zwischen Laser-Kanone und Auto. Auch daraus lässt sich das Tempo errechnen.

Blick zeigt, wie und wo überwacht und geblitzt wird!

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