Quäl-Rekruten filmen Folter und «Penis-Taufe» Das Opfer hat bis heute Panik!

SCHWYZ - Sieben Ex-Rekruten der Infanterie RS stehen diese Woche vor dem Militärgericht. Sie sollen zwei Kameraden gefesselt, geschlagen und gequält haben. Die Übergriffe hielten sie mit dem Handy fest.

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Die Anklage klingt brutal und pervers. Sieben ehemalige Rekruten der Infanterie RS 11 sollen im Juli 2014 zwei Kameraden gefesselt, geschlagen und gequält haben. Die Jungen Männer aus den Kantonen Zürich, Schaffhausen und St. Gallen müssen sich diese Woche vor dem Militärgericht in Schwyz verantworten. Ihnen wird Angriff, Freiheitsberaubung und Nötigung vorgeworfen.

Penis-Bilder kursieren im Chat

Beide Übergriffe passieren nachts im Truppenlager Elm GL. Die Angeklagten fesseln ihr erstes Opfer mit Kabelbindern ans Bett. Sie ziehen ihm einen Sack mit der Aufschrift «Ratte» übers Gesicht und schlagen auf den jungen Mann ein. Als Krönung kommt es zur berüchtigten «Penis-Taufe». Ein Täter hält dem Opfer sein Glied über den Kopf. Ein anderer fotografiert und filmt. Später kursieren die Bilder in einem WhatsApp-Chat. «Danach hatte ich Angst vor dem Schlafen», sagt das Opfer zu BLICK. «Auch nach der RS erlitt ich weiter Panik-Attacken.» Die schrecklichen Bilder seien immer wieder hochgekommen.

Opfer mit Gewehrlicht geblendet

Eine Nacht später überwältigen dieselben Quäl-Rekruten einen Tessiner Kameraden. Obwohl sich der Mann heftig wehrt, binden sie ihn an ein Schrankgestell. Anschliessend blenden sie ihr Opfer mit dem Licht eines Sturmgewehrs. Ein Arzt diagnostiziert danach eine Bindehautreizung. Die Anklage fordert für alle Beschuldigten bedingte Freiheitsstrafen. Die härteste beträgt 14 Monate bei einer Probezeit von fünf Jahren. Die höchste Geldbusse beläuft sich auf 120 Tagessätze zu 100 Franken. 

Publiziert am 01.12.2016 | Aktualisiert am 01.12.2016
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9 Kommentare
  • Esther  Huwiler aus Hasle b.B.
    01.12.2016
    Einfach nur beschämend was alles im Militär passiert und die Storys werden danach noch stolz erzählt.
  • Esther  Huwiler aus Hasle b.B.
    01.12.2016
    Was ich in all den vielen Jahren von meinen Brüdern, Freunde, Bekannten zu hören bekam, was alles im Militär passiert. Unglaubliche Geschichten mit gemeinen und primitiven Attacken von Gruppen gegegen meistens Einzelpersonen.
    Genau wie die ersten 2 Kommentare, werden überall "tolle" Militärstorys mit Stolz erzählt. Warum???
    Immer wieder wird auch stolz über die Saufereien, wie viel und wo gek.... wurde. Ich finde alles sehr beschämend und das soll unser Militär sein ?:-(
  • Heiniger  Silvia 01.12.2016
    Auch wenn ich eine Frau bin, verstehe ich ein solches Verhalten dieser jungen Männer nicht.
    Da das Strafverfahren bereits aus gesprochen ist,ist ja mehr als lächerlich! Den Opfer wünsche ich für Ihren Weg alles Gute, und hoffe sehr, das sie eines Tages, wieder Ihr Leben geniessen können.
    Den Tätern wünsche ich nie, das sie in solche Situationen geraten. Vorher denken, bevor Handlungen voll zogen werden, auch wenn es in einer Gruppe geschieht.
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    01.12.2016
    Im Militär verlieren viele das letzte Gramm Verstand und glauben ihre perverse Seite nach aussen kehren zu können. Und weil sich das vom normalen Soldaten bis hinauf zu den höchsten Rängen durchzieht, reklamiert ergötzen sich viele daran und der Rest schaut feige weg. Das ist unsere Armee: Die eine Hälfte Feiglinge, ein kleiner Teil Mutige, wenige Opfer und der Rest Perverslinge.
  • Peter  Matter 01.12.2016
    Träume ich? Das haben wir doch früher auch gemacht, nur gab es zu dieser Zeit noch kein Whats app und Gewehrlicht, dafür Schuhcreme und Rasierschaum, das war ja noch viel deftiger.
    • Claudio  Moser 01.12.2016
      Und das macht es nun weniger schlimm wenn sie das auch gemacht haben? Das sind nicht nur harmlose streiche die den beiden rekruten gespielt wurden...