Publikum ärgert sich über Talker Beschwerde-Flut gegen «Schawinski»

BERN - Der Ombudsmann der SRG Deutschschweiz hat alle Hände voll zu tun. Bereits neun Beschwerden gegen den «Schawinski»-Talk mit Andreas Thiel sind bei ihm eingetroffen. Die Kritik richtet sich ausnahmslos gegen den Moderator.

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Es ist die wohl aufsehenerregendste Fernsehsendung des Jahres: Die Talkshow «Schawinski» vom vergangenen Montag über die «Koran»-Titelgeschichte in der «Weltwoche» von Satiriker Andreas Thiel.

Das Gespräch zwischen dem Moderator und seinem Gast lief völlig aus dem Ruder, Roger Schawinski und Thiel deckten sich gegenseitig mit wüsten Beschimpfungen ein. Seither diskutiert die halbe Schweiz über den Talk.

Und nun wird sich auch der Ombudsmann der SRG Deutschschweiz mit «Schawinski» beschäftigen müssen. Wie Achille Casanova gegenüber Blick.ch sagt, sind bereits 13 Beschwerden gegen die Sendung bei ihm eingetroffen – die erste offenbar noch in der Nacht auf Dienstag. 

Und die Zahl dürfte noch weiter steigen: Bis 20 Tage nach der Ausstrahlung können Beanstandungen bei der Ombudsstelle eingereicht werden.

Casanova hatte bislang noch keine Zeit, die Beschwerden detailliert zu sichten. Die Kritik richtet sich laut den «Schaffhauser Nachrichten» aber «im Grundsatz gegen die Art und Weise», wie Schawinski das Gespräch geführt habe. An Thiels Äusserungen nahm bislang keiner Anstoss, wie der Ombudsmann bestätigt.

Wie lange es dauert, bis Casanova den Fall abgeschlossen hat, ist unklar. Laut Gesetz hat die Ombudstelle spätestens 40 Tage nach Einreichung der Beanstandung Bericht zu erstatten.

«Ob ich früher in der Lage bin die Beanstandungen zu erledigen hängt insbesondere davon ab, wann ich die Stellungnahme der Redaktion erhalte», sagt Casanova.

Im vergangenen Jahr gingen bei der Ombudsstelle insgesamt 183 Beschwerden ein. 92 wurden materiell behandelt – drei davon betrafen «Schawinski».

Die Sendung dürfte so oder so noch eine Weile zu reden geben: Zwar sahen am Montag nur 156'000 Personen zu. Im Internet wurde der Beitrag aber bereits über eine halbe Million Mal abgerufen – ein Rekordwert. (bau)

Publiziert am 19.12.2014 | Aktualisiert am 19.12.2014
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128 Kommentare
  • Claudia  Meier , via Facebook 20.12.2014
    Hallo ist jemand zu hause? Die beiden haben diese Sendung super gut gemacht, besser wäre nicht möglich gewesen und wovon all die Kritiker reden ist mir ein Rätsel! 2 Männer, 2 Positionen und jeder für sich unerschütterlich, weil beide recht haben und Mut bewiesen-
  • Gian  Schumacher aus Köniz
    19.12.2014
    Die Sendung war doch Kult. Da hat der Roger einen Politiker aus dem rechten Lager eingeladen, und hat zum ergötzen linker Fundis mit der Rassistenkeule dreingeschlagen, und versucht seinen Gast in die rechte Ecke zu drücken. Spannend war doch immer wie gut sich die Eingeladenen geschlagen haben. Wie schön wars doch wenn man sagen konnte, haha der Schawi hats ihm aber ordentlich gegeben. So einfach gings ja nicht immer, aber unterhaltend war es allemal. Das kann halt auch mal in die Hose gehen.
  • Lothar  Franz 19.12.2014
    Schawinsky steht nur noch für Adjektive wie überheblich, arrogant, beleidigend, besserwisserisch. Ein positives fällt mir beim besten Willen nicht ein. Er sollte bei Beni Turnherr Nachhilfestunden in Interviewführung und Moderation nehmen. Nur noch oberpeinlich dieser Mensch!
  • Philippe  Langenberger , via Facebook 19.12.2014
    Mir geht es nicht mal mehr so darum, was Herr Thiel gesagt hat oder nicht. Darüber kann man sicher auch diskutieren. Aber was mich ärgert ist, das der feine Herr Schawinski jeweils austeilen und provozieren kann wie kein zweiter, einstecken kann er aber nicht. Lieber einen auf beleidigte Leberwurst machen. Schwach, Herr Schawinski, ganz schwach!
  • Frédéric-Marc  Fluehmann aus Dübendorf
    19.12.2014
    Schawinski hat sich sehr ungeschickt verhalten. Derzeit kann niemand Sympathie für den Islam empfinden. Einerseits weil die Greueltaten schockierend sind, andererseits weil die Muslime in ganz Europa passiv bleiben. Das ist nicht gerade der richtige Zeitpunkt einen Islamkritiker an den Pranger zu stellen.