Prozess gegen Sex-Polizist

  • Aktualisiert am 19.12.2005

PULLY VD – Im Sommer 2004 machte ein Waadtländer Polizist einer ausländischen Hausangestellten bei einer Kontrolle sexuelle Avancen und berührte sie intim. Dafür soll er mit 12 Monaten Gefängnis bedingt bestraft werden. Dies hat der Staatsanwalt heute zum Auftakt des Prozesses gegen den mittlerweile entlassenen Polizisten in Lausanne gefordert. Die Anklage lautet auf Ausnützen einer Notlage, Amtsmissbrauch und Begünstigung. Der Ex-Beamte ist geständig. Seiner Meinung nach handelte er aber mit der Einwilligung der jungen Frau aus den Philippinen, die sich illegal in der Schweiz aufhielt. Er hatte sie zuerst vor dem Haus ihres Arbeitgebers kontrolliert und sie dann in seinem Auto an einen Ort ausserhalb von Pully gebracht. Nachdem er ihre Tasche durchsucht hatte, machte er der Frau sexuelle Annäherungsversuche und berührte sie an den Brüsten und am Gesäss, um angeblich nach Ausweispapieren zu suchen. Das Urteil wird für Freitag erwartet.

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