Prozess gegen «Pitsch» Müller eröffnet

  • Publiziert: 15.06.2007, Aktualisiert: 03.01.2012

LUZERN – Heute Morgen war es soweit: Unser früherer Ski-Star Peter «Pitsch» Müller musste vor dem Kadi antraben. Es geht um eine Deliktsumme von 650000 Franken.

Vor dem Kriminalgericht Luzern ist heute Morgen der Prozess um den Zusammenbruch der Luzerner Immobilienfirma Pitsch Müller Immobilien AG (PMI) AG eröffnet worden.

Zusammen mit dem Verwaltungsratspräsidenten und Geschäftsführer der PMI muss sich auch der frühere Schweizer Skirennfahrer Peter Müller vor Gericht verantworten. Er war Verwaltungsrat bei der nach ihm benannten Firma, die im August 2001 Konkurs ging.

Die Anklage lautet auf Unterlassung der Buchführung, Misswirtschaft sowie Nichterfüllen der Verwaltungsrats- und Geschäftsführerpflichten; die Deliktsumme beträgt 650000 Franken.

Für den heute 50-jährigen Müller beantragt der Staatsanwalt eine bedingte Freiheitsstrafe von zwölf Monaten sowie eine Busse von 15000 Franken.

Der ehemalige Abfahrtsweltmeister bestreitet die Vorwürfe und sagte in der Untersuchung, er sei naiv gewesen und habe seinen Namen nur zu PR-Zwecken hergegeben.

Für den Hauptangeklagten, einen Luzerner Immobilienhändler, fordert die Anklage eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren mit der Möglichkeit des bedingten Vollzugs sowie eine unbedingte Geldstrafe von 90 Tagessätzen.

Der Prozess dauert voraussichtlich einen Tag; das Urteil wird erst später eröffnet.

play Peter Müller ist schuldig gesprochen worden. (RDB)

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