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Sie wird vielleicht bald Ihren Sohn verlieren: Jurka, die Mutter von «JJ3». (Reuters)
Unser Problembär heisst «JJ3». Klingt komisch, ist aber so. Und dieser Bär wanderte letzten Juni ins Graubünden ein und benahm sich daneben. Meister Petz riss Schafe und liess sich immer wieder in bewohnten Gebieten auf der Lenzerheide oder im Albulatal blicken. So wurde versucht, «JJ3» mit Schrot zu vergrämen.
Das beeindruckte diesen aber gar nicht. Und das könnte dem Raubtier nach seiner Winterruhe zum Verhängnis werden. Der Bündner Bau- und Forstdirektor Stefan Engler liess nämlich keine Zweifel offen, dass er kein Risiko eingehen wolle.
Wenn etwas passiere, trage er die Verantwortung, sagte Engler. Die Kompetenz für den Abschuss liegt bei ihm – im konkreten Fall würde er vorher Rücksprache mit dem Bund nehmen. Falls Menschen bedroht wären, könnten Wildhüter sofort auf den Problembären schiessen.
«JJ3» ist ein Abkömmling der problematischen «JJ»-Linie. Mutter Jurka, die in der italienischen Provinz Trentino eingesperrt ist und sterilisiert wurde, zeigte wenig Scheu vor Menschen und lehrte ihre Jungen, dass es in Siedlungen Futter zu holen gibt.
Der andere Einwanderer, der im Engadin lebende «MJ4», macht abgesehen von einigen Schafrissen keinen grösseren Ärger und wurde im Bündner Grossen Rat letzte Woche wohlwollend als «Normalbär» bezeichnet. Das scheue Tier lässt sich kaum blicken und lebt sehr zurückgezogen. (AP/num)