Flugzeug-Crash in Bever: Privatjet stürzt neben Bahnhof ab

BEVER - GR - Beim Landeanflug auf Samedan stürzt ein Privatjet ab. Gleich neben dem Bahnhof Bever. Beide Insassen sind tot. Im Oberengadin fiel der Strom aus. Sehen Sie im Video die Unglücksstelle kurz nach dem Absturz.

  • Publiziert: , Aktualisiert:

Bei Bever GR ist heute kurz nach 15 Uhr ein Jetflugzeug abgestürzt, wie die Kantonspolizei Graubünden mitteilt. Zwei Menschen seien beim Absturz ums Leben gekommen. Alle verfügbaren Rettungskräfte seien aufgeboten worden.

Die deutsche Maschine startete in Zagreb

Nach ersten Polizeiangaben handle es sich um eine deutsche Maschine des Typs «Premier One», die in Zagreb startete. Die beiden verunglückten Piloten, deren Herkunft noch unbekannt ist, sollten in den nächsten Tagen einen Passagier nach Rom fliegen.

Das Flugzeug war im Anflug auf den Flugplatz Samedan GR, brach das Landemanöver jedoch ab, wie die Kantonspolizei Graubünden auf Anfrage erklärte. Es habe nach dem abgebrochenen Landeanflug noch eine Schlaufe gedreht und sei danach am Dorfrand von Bever GR in eine Wiese gestürzt.

Kurz vor dem Absturz touchierte und trennte der Jet eine Stromleitung. Noch ist jedoch unklar, ob dies auch die Ursache für das Unglück war. Zur Klärung der Unfallursache wurde das Büro für Flugunfalluntersuchung des UVEK eingeschaltet.

Am Rande eines Wohngebiets

«Der ist 50 Meter vom Bahnhof entfernt, am Rande eines Wohngebiets senkrecht in den Boden gekracht», berichtet ein Augenzeuge, der knapp 100 Meter von der Absturzstelle entfernt wohnt. «Ich hörte ein Riesenlärm, der immer lauter wurde, dann rannte ich zum Fenster und sah wie das Flugzeug aufschlug», so der Augenzeuge zu Blick.ch.

Da der Jet senkrecht aus dem Himmel auf den Boden zuraste, glaubt er nicht, dass die touchierte Stromleitung kurz vor dem Aufprall für den Abstutz sorgte.

Die Feuerwehr konnte den Brand zunächst nur aus der Entfernung bekämpfen. Zur Stunde wird die Absturzstelle nach Trümmerteilen abgesucht.

Rhätische Bahn nicht betroffen

Grosse Teile des Oberengadins waren während fast drei Stunden ohne Strom. Die Rhätische Bahn war davon jedoch nicht betroffen. «Wir haben unser eigenes Stromnetz, auch die Gleise wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen», heisst es auf Anfrage von Blick.ch. Die Züge verkehren weiterhin gemäss Fahrplan. (rrt)

Alle Kommentare (7)

  •  
    !!!!!!!!!!!!!!! BITTE BITTE LESEN!!!!!!!!!!!
    Ich bin die Schwester des einen verunglückten Piloten. Es ist schwer, all das zu begreifen und tut weh. Das war nicht der erste Absturz in dieser Region....sowas darf nicht so oft und immer wieder passieren. Ich wende mich mit der großen Bitte an Sie: Wer hat die letzten Sekunden des Absturzes gesehen. War das Flugzeug tatsächlich im Senkrechtflug? Wir wären über Hilfe dankbar! Emails bitte bitte an: nicijohnny@yahoo.com
    • 21.12.2010
    • 0
    • 0
  •  
    Gut, dass es nicht noch einen Verkehrsunfall gegeben hat! Der Lenker des Autos filmt während der Fahrt und hält anschliessend auf der Fahrbahn an, nur um eine tolle Szene zu kriegen.... Bravo
    • 20.12.2010
    • 0
    • 0
  •  
    Vereisung an den Tragflächen und zu scheller Aufstieg? In dem engen Tal muss man eine enge Volte fliegen um erneut zur Landung ansetzen zu können. Ein PC 12 wäre da das richtige Geschäftsflugzeug, weil es langsamer fliegen kann als ein Jet.
    • 20.12.2010
    • 0
    • 0
  •  
    Schauen Sie sich doch mal Bild 8 in Ihrer Fotoreihe an. das ist das letzte Bild der Livecam des Airports. Die Sicht ist definitiv weniger als 2km und der Flughafen hätte geschlossen werden sollen. Sonst braucht man doch gar keinen Tower wenn solche Entscheidungen nicht gefällt werden oder? Schade... wieder 2 Menschenleben innert 2 Jahren...
    • 20.12.2010
    • 0
    • 0
  •  
    @ helmut Jansen. Was hat das mit Weihnachten zu tun? So ein Ereignis ist sehr Tragisch, egal welche Jahreszeit gerade herscht.
    • 19.12.2010
    • 0
    • 0
Seite 1 2 »
Seitenanfang