Privatdetektiv analysiert Flucht-Aufnahme von Angela und Hassan «Das Video war ein grosser Fehler»

Angela Magdici und Hassan Kiko haben sich auf ihrer Flucht mit einem Video an die Öffentlichkeit gewandt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie nun gefasst werden, erhöht sich massiv, ist ein Privatdetektiv überzeugt.

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Die Aufnahme ist wacklig. Ein karger Raum mit ockerfarbenen Wänden. Der Ton jener Videosequenz, die Angela Magdici (32) und Hassan Kiko (27) gestern «20 Minuten» zuspielten, ist lausig. Trotzdem könnte die Aufnahme die Jagd entscheiden. Sie liefert den Ermittlern wichtige Hinweise.

«Die Wahrscheinlichkeit, dass die Flüchtigen gefasst werden, sind massiv gestiegen», sagt der Zürcher Privatdetektiv Philipp Ryffel (47). Ein wichtiges Indiz etwa könnte Kikos Pullover mit der Aufschrift «Warriors» sein, oder die Tischdecke mit dem Schmetterlingsmuster. Laut dem Hersteller wird es in der Türkei hergestellt.

«Es ist möglich, dass jemand die auffällige Tischdecke gesehen hat und sich an sie erinnert», sagt Ryffel. Aufgrund von Kleidern und Inneneinrichtungen können Ermittler oft auf den Aufenthaltsort von Flüchtigen schliessen.

Ein besonderer Hingucker: Im Hintergrund des Videos ist ein Rosenkranz zu sehen – ein Hinweis, dass sich das Flucht-Paar in einem christlichen Land befindet. Oder eine Finte. «Die Flüchtigen wissen, dass das Video genau analysiert wird», sagt Ryffel. «Das Kruzifix könnte auch platziert worden sein, um die Ermittler in die Irre zu führen.»

«Sie haben einen grossen Fehler begangen»

Sehr geplant wirken die Aufnahmen jedoch nicht. «Jeder Mensch hat Beziehungen», sagt Philipp Ryffel. «Das schwierigste an einer Flucht ist, Brücken abzubrechen.» Daran würden die meisten Flüchtigen scheitern – und auch Angela Magdici und Hassan Kiko könnte das nun zum Verhängnis werden.

«Die beiden haben ein grosses Mitteilungsbedürfnis», sagt Ryffel. Kiko stört sich daran, als Sexualstraftäter bezeichnet zu werden und rechtfertigt sich minutenlang, streitet ab, eine junge Frau vergewaltigt zu haben. Auch Magdici will die Spekulationen über sie offensichtlich nicht mehr einfach auf sich sitzen lassen.

Ryffel ist überzeugt, dass die Flucht bald vorbei ist: «Sie haben mit der Veröffentlichung einen grossen Fehler begangen. Sie zeigt, dass sie unter enormem Druck stehen». Dem könnten die beiden wahrscheinlich nicht mehr lange standhalten, glaubt der Detektiv. «Ein baldiges Ende ist in Sicht.»

Publiziert am 22.03.2016 | Aktualisiert am 22.03.2016
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Mit ihrem Ehemann im BMW Hier fährt Aufseherin Angela im Fluchtwagen

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49 Kommentare
  • Lisa D.T.  Moser 22.03.2016
    Marco Weber, es gibt den Tag der offenen Tür, da konnte man Gefängnisse besuchen und gerade wüst waren die Zellen nicht und auch Alles andere nicht. Ich habe Alcatraz gesehen, das ist ein furchtbares Gefängnis, aber nicht die in der Schweiz.
  • Betty  Rüdisüli 22.03.2016
    Oh wow, Pulli und Decke in der Türkei hergestellt, eine wahre Rarität in der Textilbranche. Und die türkischen Lumpen kann man ja auch nur in der Türkei kaufen.
  • Werner   Werhub, ☺ aus Globâle, Tuvalu, Vaiaku █ Fongafale
    22.03.2016
    solche schönen Tischdecken gibts nur in der Türkei
    oder in Täschligate

    auch die Farbe der Wand
    und der freustehende Kühlschrank sind super

    Gruss vom Atoll
  • Rolf  Oehen aus Hünenberg See
    22.03.2016
    Ich versteh diese Bemühungen und Sorgen nicht. Sind wir doch froh, dass die beiden weg sind und hoffentlich bleiben! Hier verursachen sie ja nur exorbitante Kosten und Ärger. Und weitere Carlos – Settings…wer braucht denn dies?
  • Peter  Schilter aus Zürich
    22.03.2016
    Und die unüberlegten Medien bewahren die Täter noch davor, noch mehr von sich zu verraten. DAS nenne ich mal Beihilfe zur Flucht.