Presseschau In der Sonntagspresse: Was die Frankenstärke Migros antut

Die Folgen der Frankenstärke für Migros und die Löhne in der Schweiz sowie eine der ersten Handlungen des neuen Bundesrats Parmelin - mit diesen und anderen Themen hat sich die Sonntagspresse befasst. Ein Überblick: (Die Meldungen sind nicht bestätigt).

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«SonntagsZeitung»: Die Frankenstärke drückt den Reingewinn 2015 der Migros um rund 100 Millionen Franken nach unten. Das sagte Migros-Chef Herbert Bolliger in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Wie hoch der Gewinn ausfallen wird, sagte er nicht. Im Vorjahr verdiente Migros unter dem Strich 870 Millionen Franken. Bis Ende Mai sei Migros sehr gut unterwegs gewesen, sagte Bolliger weiter. «Die Trendwende kam mit dem heissen Sommer und beim Reisegeschäft mit dem Terroranschlag in Tunesien.» Den Umsatz hatte Migros am Freitag bekannt gegeben: Er lag 2015 bei 27,4 Milliarden Franken und damit praktisch gleich hoch wie im Vorjahr.

«Schweiz am Sonntag»: Der Präsident des Industrieverbandes Swissmem, Hans Hess, spricht sich angesichts des internationalen Wettbewerbs gegen höhere Löhne in der Schweiz aus. «Wir sollten die Löhne auf dem heutigen Niveau halten», sagte er in einem Interview mit der Zeitung «Schweiz am Sonntag». Die Löhne dürften gegenüber dem Ausland nicht noch mehr zunehmen, ansonsten griffen ausländische Konkurrenten die Firmen und Jobs in der Schweiz noch härter an. Hess lehnt aber auch tiefere Löhne ab, weil dies für niedrigere Lohnklassen aus seiner Sicht nicht zumutbar wäre. Die Inflation sollte Hess' Ansicht nach ebenfalls stabil bleiben.

«Schweiz am Sonntag»: Der neue SVP-Bundesrat Guy Parmelin hat vor seiner ersten Regierungssitzung ein umstrittenes Personalgeschäft zurückziehen müssen. Bei den anderen Departementen stiess der Vorschlag für die Wahl eines Kommandanten der Infanteriebrigade 5 auf Widerstand, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtete. Der vorgeschlagene Mann ist demnach Teilhaber eines Ingenieur- und Planungsbüros, das über zahlreiche Bundesaufträge verfügt. Es war aber nicht vorgesehen, dass der Mann vollständig aus der Firma ausscheiden sollte. Das Personalgeschäft soll noch unter Parmelins Vorgänger Ueli Maurer vorbereitet worden sein. Parmelins Verteidigungsdepartement wollte sich nicht zum Thema äussern.

«SonntagsBlick»: Der Bauernverband möchte mit einer Kuh im Lastwagen durch die Schulen des Landes ziehen, um Kindern und Jugendlichen die Landwirtschaft näher zu bringen. Ähnliches tun kalifornische Milchbauern. Die Schweizer Bauern müssen aber mit Widerstand der Lehrer rechnen, wie der «SonntagsBlick» berichtet. Die Vizepräsidentin des Lehrerverbandes, Marion Heidelberger, bezeichnet das Projekt als «Schnapsidee». «Unter keinen Umständen» werde der Verband es unterstützen. Dass eine Kuh in den Lastwagen gesperrt und herumgekarrt werde, sei nicht mit einem sorgfältigen Umgang mit Tieren vereinbar. Besser sei es, wenn Schulkinder Bauernhöfe besuchen könnten - ein solches Programm gebe es schon seit 30 Jahren.

«NZZ am Sonntag»: Der Präsident der Schweizerischen Staatsanwälte-Konferenz, Rolf Grädel, rechnet bei einer Annahme der Durchsetzungsinitiative mit einem Kostenschub. Die Zusatzkosten seien zwar schwierig zu beziffern, dürften aber in zweistelliger Millionenhöhe liegen, sagte Grädel in der «NZZ am Sonntag». Der Grund: Zahlreiche Ausländer, denen wegen eines leichteren Delikts eine Landesverweisung drohen würde, benötigten künftig einen amtlichen Verteidiger. Diese muss in der Regel der Staat bezahlen. Möglich ist laut Grädel auch, dass Delinquenten vermehrt den vollen Instanzenzug ausnützen werden, was zu längeren Verfahren und ebenfalls mehr Kosten führt.

«SonntagsZeitung»: Um die Blindenmarkierungen am Zürcher Bahnhof Löwenstrasse ist ein juristischer Streit entbrannt. Das Bundesamt für Verkehr hat die SBB aufgefordert, Verbindungslinien zu entfernen, weil es aus seiner Sicht zu viele davon hat, was Sehende verwirren könnte. Sicherheitslinien würden dann nicht mehr wahrgenommen. Gegen die Entfernung der Blindenmarkierungen wehren sich nun aber Blindenverbände mit einer Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie monieren einen Verstoss gegen das Diskriminierungsverbot. Eingeschaltet hat sich auch Bundesrätin Doris Leuthard. In einem Brief verteidigte sie die Position ihrer Beamten.

«Zentralschweiz am Sonntag»: Schweiz Tourismus will mit einer «wuchtigen Osteroffensive» möglichst viele Schweizerinnen und Schweizer in die Berge locken. Das kündigte Direktor Jürg Schmid in der «Zentralschweiz am Sonntag» an. Die Ostern lägen früh und sie würden weiss sein, zeigte er sich überzeugt. Der Direktor der Schweizer Jugendherbergen, Fredi Gmür, begrüsst die Aktion, über die öffentlich noch keine Details bekannt sind. Er sorgt sich aber, dass der Wintersport bei der Schweizer Bevölkerung allgemein an Bedeutung verliert. «Für die Bergregion ist dies eine ganz gefährliche Entwicklung.» Dort solle Schweiz Tourismus auch ansetzen.

«Ostschweiz am Sonntag»: Die Südostbahn (SOB) will bis Ende Jahr ein elektronisches Ticketsystem einführen. Die Lösung, die der deutsche Konzern Siemens realisieren soll, sieht eine App, einen Onlineshop sowie Automate vor. Und: Das gesamte Schweizer ÖV-Angebot soll erhältlich sein, wie die «Ostschweiz am Sonntag» unter Berufung auf den SOB-Direktor Thomas Küchler berichtet. Die Regionalbahn käme damit der SBB bevor, die 2013 ein gemeinsames Projekt mit dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) schubladisierte. Das SOB-Projekt hat allerdings noch zahlreiche Hindernisse zu umschiffen. Beim Zugang zu allen Daten der 250 Transportunternehmen in der Schweiz rechnet Küchler mit Bremsmanövern der SBB.

«SonntagsBlick»: Der «Nuggi» der Schweizer Firma Lamprecht gilt wieder als sicher. Der Hersteller aus dem zürcherischen Regensdorf musste im vergangenen Jahr seine «Nuggi» der Marke «Bibi Excellence» zurückrufen und insgesamt 2,5 Millionen «Nuggis» vernichten, weil unter Extrembelastung das Saugteil hätte abfallen und von einem Kind verschluckt werden können. Die neue Version des «Nuggis» hält nun deutlich stärkeren Belastungen stand.

«Le Matin Dimanche»: Angestellte in der Schweiz verzichten jährlich auf Spesenvergütungen in der Höhe von total 255 Millionen Franken, weil sie die entsprechenden Formulare für zu kompliziert halten und nicht ausfüllen. Das schätzt die Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche» aufgrund einer internationalen Studie. Diese untersucht die Lage in neun Industrieländer, unter ihnen die USA, Grossbritannien und Deutschland, und kommt auf einen Gesamtbetrag an nicht vergüteten Auslagen von 15 Milliarden Franken. (SDA)

Publiziert am 17.01.2016 | Aktualisiert am 17.01.2016
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