Premiere im Rettungswesen Rega fliegt im Blindflug über den Gotthard

BELLINZONA TI - Trotz schlechtem Wetter flog die Rega vor einigen Tagen eine Patientin von Bellinzona nach Luzern. Der Heli benutzte dazu erstmals eine Instrumentenflugroute.

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Helikopter können bei schlechtem Wetter nicht fliegen. 600 Mal im Jahr kann die Rega deshalb einen Einsatz nicht durchführen.

Um dies zu ändern, hat die Rettungsflugwacht zwei Routen eingerichtet, auf denen die Piloten im Instrumentenflug fliegen können. Das sogenannten Low Flight Network (LFN) ist seit Anfang Dezember auf den beiden Hauptrouten Nord-Süd über den Gotthardpass und Ost-West von St. Gallen nach Lausanne zugelassen.

Dabei folgt der Helikopter mittels Autopilot einer Route, die im Flugrechner gespeichert ist. Schlechte Sicht spielt deshalb keine Rolle mehr.

Nun wurde die Route über den Gotthard zum ersten Mal genutzt, wie die Rega heute mitteilt. Wegen eines Notfalls musste eine Patientin möglichst rasch vom Spital in Bellinzona in die Frauenklinik des Kantonsspitals Luzern verlegt werden.

«Die Inbetriebnahme des LFN ist für alle Partner ein grosser Schritt und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind,» sagt Chefpilot Heinz Leibundgut. In der nächsten Ausbauphase sollen weitere Spitäler und Regionen, wie zum Beispiel das Engadin, an das LFN angeschlossen werden. (sas)

Publiziert am 20.12.2016 | Aktualisiert am 26.12.2016
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2 Kommentare
  • Charles  Huggler aus Anàpolis/GO
    20.12.2016
    eine zugewiesene flugroute wird überwacht,helis fliegen relativ tief und es handelt sich um notfälle (kein autopilot),jeder andere hobbypilot erkundigt sich vor dem flug über das wetter das herrscht,schlechte sicht und böen da bleibt man am boden und jets und linienflugzeuge steigen rasch haben aber manchmal auch probleme in flughafennähe.danke REGA das es dich gibt!
  • Tobias  Grütter 20.12.2016
    Immer wieder erstaunlich, was technisch alles möglich ist. Bei der REGA macht das auch sehr viel Sinn. Was ich nicht verstehe: Diese Flugkorridore sind ja nur virtuell für den Helikopter "reserviert". Wie stellt man da sicher, das kein anderes Flugobjekt diesen Korridor kreuzt? Geht man davon aus, dass bei solch miesem Wetter sowieso niemand sonst mehr fliegt? Und muss der Pilot eigentlich noch selber steuern oder macht das der Autopilot vollautomatisch nach Instrumentenangaben?