Preisüberwacher ist alarmiert: SBB verteuern Fahrt durch den Gotthard

BERN - Für eine Zugfahrt ins Tessin müssen Reisende bald tiefer in die Tasche greifen. Preisüberwacher Meierhans will sich die Sache ganz genau ansehen.

SCHWEIZ, NEAT, GUETERZUG, GOTTHARD-BASISTUNNEL, play
Güterwaggons vor dem Basistunnel: Für Passagiere wird die Fahrt ins Tessin bald teurer. KEY
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Schweiz

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Die Reise ins Tessin durch den neuen Gotthard-Basistunnel soll sicherer und schneller werden als auf der heutigen Strecke. Das hat seinen Preis: Die SBB wollen die Fahrt mit Sonderzuschlägen verteuern. Sie beantragen einen «moderaten Distanzzuschlag im direkten Verkehr über die Gotthardstrecke», sagt ein SBB-Sprecher zur «NZZ am Sonntag».

Es geht dabei voraussichtlich um den Abschnitt zwischen Altdorf und Castione-Arbedo. Begründet wird der Zuschlag mit der besseren Qualität des Angebotes und der kürzeren Reisezeit. Wie viel teurer das Billet werden soll, verraten die SBB noch nicht.

Preisüberwacher Stefan Meierhans reagiert skeptisch auf die Ankündigung. Ein neuer Tunnel an sich sei noch keine Rechtfertigung für eine Preiserhöhung, sagt er gegenüber der «NZZ am Sonntag». Darum wolle er genau prüfen, wie viel die SBB letztlich verlangen und wie sie es begründen.

Lega-Politiker fordert Preissenkung

Auch im Tessin ist man über die Neuigkeit nicht sehr erfreut. «Wir sind etwas erstaunt über diesen Preisaufschlag», sagt Regierungspräsident Norman Gobbi. Er findet, die Billetpreise sollen im ganzen Land nach einheitlichen Preisen gestaltet werden.

Der Lega-Politiker fordert sogar eine Preissenkung – sollte das Stimmvolk am 28. den Bau einer zweiten Gotthard-Strassenröhre ablehnen. «Wenn wir während Jahren keine Strassenverbindung mit dem Rest der Schweiz hätten, wären für diese Zeit die Preise auf der Bahnstrecke in der Tat deutlich anzupassen – aber nach unten», sagt Gobbi. (rey)

Publiziert am 14.02.2016 | Aktualisiert am 02.05.2016
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12 Kommentare
  • Karl  Szabo aus Zürich
    15.02.2016
    Fragen wir mal den obersten Alpen(-gesteine)schützer,Genosse Pult,
    (was Herr Giezendanner vergessen hat, zu fragen in der ARENA von12.Februar),was es kostet für eine 4 köpfige Familie mit dem superschnellen SBB ins Tessin zu fahren und was es kostet mit dem Auto zu fahren,den gleiche Weg?Das ziehen Genosse Pult und seine verblendete,ideologisierte Konsorten nicht in Betracht,alles Heuchler und Opportunisten!
  • Peter  Salvisberg aus Thun
    15.02.2016
    Da ist ja der Gipfel! Zuerst blechen wir als Steuerzahler und dann wollen die SBB uns Konsumenten am Gotthard noch auspressen. Deshalb JA zu der Volksinitiative Pro Service Public des K-tipp vom 5. Juni. Ziel: ein guter Service, statt Gewinn auf Teufel komm raus!
  • Heinz  Manhart aus Cainta
    15.02.2016
    Sehr gut und genau zum richtigne Zeitpunkt. Es ist hoffentlich nun jedem klar was er/sie am 28 Februar bei der zweiten Gotthard Röhre abstimmen muss.
  • Peter  Antenen aus Witzenhausen
    14.02.2016
    Dass die SBB auf die Idee kommen, mit Distanzzuschlägen zusätzlichen Gewinn zu erwirtschaften, wundert mich nicht. Das gleiche Spiel wird ja seit Jahren auf andern Strecken auch betrieben. Die SBB wollen absahen, vergessen aber, dass ohne Hilfe des Steuerzahlers, besonders durch den Autofahrer, sie nie und nimmer einen eine NBS, NEAT und einen LBT zur Verfügung hätten. Müsste der öV generell seine z.T. überrissenen Projekte selber finanzieren, sähe die Welt anders aus.
  • Abbas  Schumacher , via Facebook 14.02.2016
    Warum? Zeigen die einen Film, während man im Gotthardtunnel beim aus dem Fenster gucken nichts sieht?